„Respekt und Dankbarkeit“

Bischof Fürst ist auch Vorsitzender der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz. Der Beschluss trage dem ethischen Grundsatz Rechnung, dass menschliches Leben zu keinem Zeitpunkt als ein wertneutrales Ding betrachtet und in seinem Daseinsrecht zur Disposition gestellt werden dürfe, sagte der Bischof. Er verkenne nicht die Ernsthaftigkeit, mit der in der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik auch humanitäre Argumente vorgebracht würden. Doch könne es keine Güterabwägung geben, nach der Leben oder Tötung embryonaler Menschen zur Disposition gestellt werden dürften. Das Ja zur uneingeschränkten Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens vom Anfang bis zum Ende sei ein ethisches Fundament, auf das eine Gesellschaft nicht verzichten könne, wolle sie nicht ihren innersten Zusammenhalt der Beliebigkeit preisgeben. Es gehe nun darum, dem Parteitagsbeschluss auch in den entsprechen parlamentarischen Entscheidungsprozessen zur Realisierung zu verhelfen, betonte Bischof Fürst.

Dr. Thomas Broch