Respekt vor der Intention der Versöhnung

Er sei dankbar für das Verständnis für die tief greifenden Irritationen bei Gläubigen und Seelsorgern, das der Papst in seinem Schreiben zum Ausdruck bringe. Der ausdrückliche Wille, in der Kirche mit „Großmut und Barmherzigkeit“ Leitungsverantwortung wahrzunehmen, Spaltungen zu überwinden und – nach den Worten des Papstes – zu „kleineren und mittleren Versöhnungen“ beizutragen, sei ein grundsätzliches Kriterium für die Glaubwürdigkeit der ganzen Kirche in allen ihren Gruppierungen. Diese unmissverständliche Intention des Papstes verdiene allen Respekt, betonte Bischof Fürst.

Dankbar sei er aber auch, so der Bischof, dass Papst Benedikt mit Berufung auf das II. Vatikanische Konzil klare Maßstäbe für die Kircheneinheit aufgezeigt habe: das Bemühen um die Ökumene, dem der Papst oberste Priorität einräume, der interreligiöse Dialog und die in dem Schreiben mehrmals ausgedrückte Verbundenheit mit den Juden sowie die soziale Dimension des christlichen Glaubens, die Caritas.

Er vertraue darauf, so Bischof Fürst, dass diese Erklärung Papst Benedikts XVI. viele Anknüpfungspunkte für einen versöhnlichen Dialog in der Kirche biete.