Brauchtum

Rosen und Gedanken für Maria

Vor der Marienfigur mit dem Jesuskind auf dem Arm, die auf einer Säule steht, und der Figur des heiligen Josef auf einer eigenen Säule befinden sich auf einem weißen Tuch zwischen Kerzen und weißen Hortensien Vasen mit bunten Rosen.

In Ochsenhausen beteiligen sich Gemeindemitglieder mit Rosen am Maialtar - Foto: Robert Gerner

Familien, Paare und Singles schmücken im Monat der Liebe den Maialtar in der Ochsenhausener Basilika mit bunten Blüten.

Den Muttertag feierte die Kirchengemeinde bei schönstem Frühlingswetter in der blühenden Natur. Grund dafür waren die noch hohen Inzidenzwerte im Landkreis Biberach, welche Gottesdienste in den Kirchen untersagen. Doch auch das Innere der Basilika prägen seit gestern bunte Blütenpracht und Blumenduft. Am Maialtar vor der Marienfigur mit dem Jesuskind gruppieren sich um die klassischen weißen Hortensienbüschchen mehrere Vasen mit Rosen in verschiedenen Farben.

Die Aktion „Rosen & Gedanken für Maria“ funktioniert im Prinzip wie die bekannten Opferkerzen. Wer möchte, wirft 50 Cent in das Kässchen und kann dann eine bereitgestellte Rose in die Vase stellen. Ist eine Vase gefüllt, bringen sie kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Maialtar. Am Sonntag waren es bereits 80 Stück. "Mit der Blume der Liebe darf jeder Gedanken und Gebete für sich oder für Menschen, die ihm am Herzen liegen, zur Mutter Gottes bringen", erklärt Gemeindereferent Robert Gerner vom Organisationsteam.

Maria als Vorbild im Glauben

Die Möglichkeit den Maialtar aktiv mitzugestalten bietet sich noch den ganzen Monat. Für das persönliche Gebet liegen Kärtchen mit Texten und Meditationen bereit. Maria war als Mutter in allen Lebenslagen an der Seite ihres Sohnes Jesus bis zum Tod am Kreuz. Sie kenne daher Freuden und Sorgen der Menschen und könne auch heute auf dem Weg durchs Leben Begleiterin und Vorbild sein, heißt es in der Beschreibung der Aktion, zu der auch das Familienforum einlädt.

Bereits im 5. Jahrhundert wird Maria in einem Vers des Dichters Sedulius mit einer Rose ohne Stachel verglichen. Ein Bild, das auch in das kirchliche Wechselgebet der Lauretanischen Litanei einfloss. Somit passen Gottesmutter und die Blume der Liebe gut zusammen. In Ochsenhausen steht Maria übrigens auch ihr Bräutigam Josef zur Seite, der sonst eher ein Schattendasein führt. Er kennt wohl die Aktion „Rosen & Gedanken für Maria“ noch nicht, denn er trägt traditionell seine Lilie in der Hand.