Rottenburg hat „Himmlisches“ erlebt

Gemeinsam mit den Chören der Rottenburger Domsingschule haben sie unter der künstlerischen Leitung von Domkapellmeister Frank Leenen von 17. bis 20. Juli die „5. Internationalen Festtage geistlicher Chormusik“ gestaltet. Am Sonntag sind sie in den Gottesdiensten der katholischen Kirchengemeinden in Rottenburg und Umgebung aufgetreten.

Musik sei mit der Religion verwandt, betonte Bischof Fürst im Abschlussgottesdienst der Chorfesttage am Sonntagabend im Rottenburger Dom St. Martin, in dem er sich bei den Sängerinnen und Sängern, bei den Rottenburger Organisatoren und bei den Gastfamilien bedankte. Singen sei eine wichtige Dimension des Glaubens. Das „Singen von Psalmen und Hymnen, das Jubeln im Gesang aus vollem Herzen“ gehöre „ebenso ins Zentrum des christlichen Glaubens wie die konkrete Lebensführung und die ausdrückliche Beziehung zu Gott“. Es sei nicht von ungefähr, dass man das in diesen Tagen Erlebte als „himmlisch“ bezeichnen könne. Glaube und Musik, so der Bischof, stifteten Gemeinschaft, und sie ließen „Menschen einander kennen lernen und Vertrauen zu einander entwickeln“.

Bischof Fürst, der auch die Schirmherrschaft über das Festival übernommen hatte, betonte, die Chöre hätten „nicht nur voreinander konzertiert und sich wechselseitig ihr Können gezeigt“, sondern im gemeinsamen Singen seien „neue Möglichkeiten erfahrbar“ geworden und hätten sich „Tore in neue Klang- und Musikwelten“ eröffnet, durch die alle reich beschenkt worden seien.

An den „5. Internationalen Festtagen geistlicher Chormusik“ haben Chöre aus Deutschland, England, Indien, Indonesien, Italien, der Republik Kongo, Lettland, Russland, Spanien, der Ukraine und Weißrussland teilgenommen.