Rottenburger Bischöfe zum Ad-Limina-Besuch in Rom

Zwischen dem 6. und 18. November reisen die deutschen Bischöfe in zwei Gruppen nach Rom. Dort treffen sie mit dem Papst voraussichtlich unter vier Augen zusammen und sprechen über die Situation im jeweiligen Bistum. Den Gesprächen geht ein umfangreicher Bericht jeder Diözese über die pastorale Situation voraus. Gleichzeitig wird der Besuch genutzt, um Gespräche in den verschiedenen Dienststellen des Vatikans zu führen. Als neuer Medienbischof der Deutschen Bischofskonferenz wird Gebhard Fürst unter anderem mit dem Päpstlichen Rat für Sozialen Kommunikationsmittel und dessen Vorsitzendem Erzbischof John P. Foley zusammentreffen.

Seit alters her haben die Ad-Limina-Besuche auch einen geistlichen Charakter: Die Bischöfe feiern unter anderem in den römischen Basiliken Petersdom und San Paolo fuori le Mura Gottesdienste. Die Besuche Ad-Limina bringen die lebendige Verbindung einer Teilkirche mit der Universalkirche zum Ausdruck.

Die zwei Gruppen der deutschen Bischöfe werden von den Kardinälen geleitet. Die erste Gruppe unter Leitung von Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin, umfasst die Bischöfe und Erzbischöfe der Kirchenprovinzen Freiburg, Hamburg, Berlin und Paderborn sowie das Bistum Limburg. Unter Leitung von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, und Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising, reisen in der zweiten Gruppe die Bischöfe der Kirchenprovinz Köln – bis auf Limburg – sowie die Bischöfe und Erzbischöfe der Kirchenprovinzen München und Freising sowie Bamberg. Die erste Gruppe ist vom 6. bis zum 11. November in Rom, die Bischöfe der zweiten Gruppe reisen vom 13. bis 18. November.

Seinen Ursprung hat der Besuch „Ad-Limina“ (wörtl. „an den Schwellen“ der Apostelgräber) in der Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus in Rom (Lateinisch „Visitatio ad limina Apostolorum“). Durchschnittlich kommen jedes Jahr etwa 500 Bischöfe zu diesen Besuchen nach Rom. Die letzten Ad-Limina-Besuche der deutschen Bischöfe fanden vom 8. bis 20. November 1999 statt. Der fünfjährige Rhythmus konnte in den letzten sieben Jahren vor allem wegen der schwächer gewordenen Gesundheit von Johannes Paul II. nicht eingehalten werden.