Ruhig und mutig vorangehen

Gemeinden und Seelsorgeeinheiten sollten sich nach 2011, einem Jahr der Krisen in Kirche und Gesellschaft, stärker aufeinander zubewegen und gemeinsam Ressourcen entdecken, sagte der Bischof am Silvestertag in Friedrichshafen bei der Messfeier zum Jahresschluss. Ein von ihm im November mit Diözesan- und Priesterrat auf den Weg gebrachtes Projekt „Gemeindepastoral“ solle eine solche Dynamik unterstützen, um Seelsorge und ihre Strukturen weiter zu entwickeln und teils neu zu gestalten. „Wir können hier in Gemeinschaft und Solidarität eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Zuversichtlich zeigte sich der Bischof mit Blick auf die aktuelle Finanzsituation der Diözese und die Ausstattung des Seelsorgepersonals. Auch 2012 könnten wie im Vorjahr acht Pastoralreferentinnen und –referenten sowie zwölf Gemeindereferentinnen und –referenten eingestellt werden. Auch die Zahl der verheirateten Ständigen Diakone bleibe stabil. Dagegen bereite der Nachwuchs bei den Priestern Sorgen. „Es herrscht wirklich Priestermangel“, sagte der Bischof. Er freue sich allerdings, dass derzeit zehn Männer sich im Priesterseminar in Rottenburg auf ihre Weihe vorbereiten. Auch die Zahl der neuen Theologiestudenten in Tübingen stimme zuversichtlich, so Bischof Fürst.