„Sag nicht: Ich bin noch so jung.“

Bereits am 8. Juni starten rund 100 Jugendgruppen aus der ganzen Diözese in einer Sternwallfahrt nach Untermarchtal. Auf dem Weg dorthin, den sie zu Fuß, mit dem Fahrrad auf Inlinern oder per Kanu zurücklegen, werden die Jugendlichen ihre Erfahrungen, Meinungen und Visionen von Kirche und deren Rolle in ihrem Leben diskutieren.

Am 10. und 11. Juni haben die Teilnehmer/-innen des Treffens in Untermarchtal dann die Möglichkeit, sich in verschiedenen Interessenskreisen, intensiv mit einzelnen Aspekten der Jugendpastoral auseinander zu setzen. Ob Jugendliturgie, persönlicher Glaube, Werte, Mitverantwortung und Mitgestaltung von Kirche und Gesellschaft – mit diesen Themen werden sich die Jugendlichen aktiv, kreativ und im Dialog miteinander beschäftigten und ihre Visionen vorstellen.

Wie muss Kirche auf Jugendliche zugehen, um ihnen ein adäquates Angebot für ihr Leben und ihren Glauben zu machen? Diese Frage diskutieren die Jugendlichen im zentralen Forum mit Bischof Gebhard Fürst am Sonntagvormittag, den 11. Juni. Gemäß dem Motto „Sag nicht: Ich bin noch so jung“ werden die 14- bis 20-Jährigen aus den Jugendverbänden und Kirchengemeinden ihre Erfahrungen, Meinungen und Visionen von Kirche und deren Rolle in ihrem Leben vorstellen.

Das Jugendforum der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist in der Form des Diskurses zwischen Kirchenleitung und Jugendlichen bundesweit einmalig. Grundlage des Jugendforums ist die Diözesansynode von 1985/86. Darin wurde festgelegt, dass die junge Generation ihre Anliegen alle fünf Jahre in einem partnerschaftlichen Dialog mit dem Bischof und weiteren Vertretern der Kirchenleitung diskutiert. Die daraus gewonnenen Ergebnisse fließen in die Jugendpastoral ein.

Zum vierten Jugendforum, zu dem 4.000 Teilnehmer/-innen erwartet werden, wurde erstmals im Vorfeld eine wissenschaftliche Voruntersuchung unter der Leitung des Freiburger Religionssoziologen Michael N. Ebertz durchgeführt. Die Studie wird zum Jugendforum als Buch unter dem Titel „spontan - spirituell - sozial“ erscheinen.