Sakralbau von unaufdringlicher Schönheit

Und nachdem der damalige Bischof Carl-Joseph Leiprecht angesichts der Not der Nachkriegszeit in den frühen 1950-er Jahren gesagt haben soll, sein neuer Dom sei der soziale Wohnungsbau, blieb der Diözese Rottenburg-Stuttgart die ehemalige Marktkirche St. Martinus in Rottenburg als Bischofskirche erhalten. Seit der letzten Renovation im Jahr 2003 wird er von vielen Menschen als heller, einladender Ort des Glaubens erlebt und angenommen.

Welche unaufdringliche Schönheit dieser in seinen Ursprüngen auf das Jahr 1280 zurück gehende, wiederholt durch Brände beschädigte und in zahlreichen Renovationen veränderte Kirchenbau aufweist, wie Altes und Modernes eine gelungene Synthese eingehen, wird jetzt in drei Publikationen aus der Feder des Rottenburger Dompfarrers Harald Kiebler deutlich. In einem Domführer für Erwachsene stellt Kiebler knapp und gleichwohl sachkundig die Kunstwerke aus Spätgotik und Barock vor und ebenso die Zeugnisse moderner Sakralkunst wie etwa die Chorfenster von Wilhelm Geyer, Ulm (gest. 1968), die Fenster der Seitenschiffe von Rudolf Haegele, Remseck (gest. 1998) oder die Altarraumgestaltungen von Leonhard Matt, Trossingen. Verbunden mit einem Quiz führt Harald Kiebler Kinder zu den interessanten Details des Doms hin. Eine eigene Broschüre schließlich widmet er dem auf 14 Alabasterscheiben in rubinroten Zeichnungen gestalteten Kreuzweg, den der Aachener Bildhauer Thomas Torkler gestaltet hat und der im Frühjahr 2011 im Rottenburger St.-Martinsdom angebracht wurde.

· Harald Kiebler, Der Dom St. Martin in Rottenburg, 22 S., zahlr. vierf. Fotos von Rainer Halbe, Eckhard Raabe und Jochen Wiedemann, Rottenburg 2012

· Harald Kiebler, Domführer für Kinder mit Quiz, aufklappbarer Faltkarton mit Quiz-Einlegeblatt, zahlr. vierfarb. Fotos von Rainer Halbe, Eckhard Raabe und Jochen Wiedemann, Rottenburg 2012

· Harald Kiebler, Der neue Kreuzweg im Rottenburger Dom St. Martin, 40 S. (quadr. Format), zahlr. vierf. Fotos von Thomas Torkler

Alle drei Broschüren werden hrsg. von der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Dompfarramt St. Martin, Rottenburg a. M.. Gegen eine geringe Schutzgebühr können sie am Schriftenstand des Doms mitgenommen oder bezogen werden über das Dompfarramt St. Martin, Tel. 07472 937860, Fax 07472 937 888, E-Mail: pfarramt@dom-st-martin.de

Dr. Thomas Broch