Schöpfung: Mensch ist nicht Shareholder sondern Treuhänder

Stuttgart. 21. September 2014: Mit Blick auf den in der kommenden Woche in New York beginnenden Sondergipfel zum Klimawandel hat Bischof Gebhard Fürst konkrete Aktionen und Beschlüsse für eine CO2-ärmere Welt angemahnt. In einem Vortrag beim traditionellen Herbstfest des Bischofs mit Stuttgarter Katholiken bezeichnete er am Sonntagnachmittag den Menschen als „Treuhänder“ und nicht als „Shareholder“ der Schöpfung.

„Um den Menschen und die gesamte Schöpfung zu schützen ist schnellstens ein Umdenken seitens der Gesetzgeber, aber auch von uns allen gefordert“, sagte Bischof Fürst. Gleichzeitig begrüßte er den bundespolitischen Konsens zur „Energiewende“ sowie den bereits beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie. „Daran sollte in jedem Fall festgehalten werden“, sagte Gebhard Fürst vor etwa 250 geladenen Gästen, Stuttgarter Katholiken ebenso wie Verantwortungsträgern aus Kirche, Politik und Gesellschaft.

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Volker Kauder, sprach in seinem Grußwort am Stuttgarter Bischofssitz „Stella Maris“ über die Situation der Flüchtlinge im Nordirak und in der kurdischen Diözese Erbil. Vor wenigen Wochen hatte er sich vor Ort ein Bild der Situation gemacht. Kauder dankte in diesem Zusammenhang Bischof Gebhard Fürst nicht nur für seine bislang geleistete direkte finanzielle Unterstützung der Diözese Erbil, sondern vor allem „für Ihre klare Botschaft bei der Aufnahme von Flüchtlingen“: „Sie glauben gar nicht, was für ein Signal das auch für uns in Berlin war als Sie sagten, Sie öffnen ein Kloster für traumatisierte Menschen.