Schöpfungsglauben mit guten Gründen

Bischof Fürst wies darauf hin, dass Evolutionstheorie und Gottesglaube für „unaufgeregte Betrachter“ keinen Gegensatz darstellten. Es handele sich um zwei Sichtweisen auf das Schöpfungsgeschehen, „einerseits um die naturwissenschaftliche Erklärung, andererseits um die theologische Deutung der Weltentstehung“. In unverantwortlicher Weise würden solche Atheisten ein Zerr-Gottesbild von einem „Riesen-Handwerker“ aufbauen, das sie dann umso leichter zerstören könnten. „Nach christlichem Schöpfungsverständnis verlockt Gott als Schöpfer seine Schöpfung geradezu zum Entstehen neuer Möglichkeiten“, sagte der Bischof und zitierte Aussagen verschiedener Päpste zur Vereinbarkeit von Evolutionslehre und Got-tesglauben. Er erinnerte an den französischen Theologen und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin, der das Handeln des Schöpfers so umschrieb: „Gott macht, dass die Dinge sich selber machen.“