„Seelennahrung an der Einkaufsmeile“

Inmitten der Haupteinkaufsstraße der württembergischen Metropole sei St. Eberhard ein Ort der seelischen Stärkung, sagte er. In 200 Jahren habe sich die zur Gründungszeit am Rand der City gelegene Kirche für viele zu einem beliebten Ort der Ruhe, der Einkehr und des Gebets mitten im geschäftigen Treiben entwickelt, sagte der Bischof. „St. Eberhard lädt ein, sich auf den Grund des Lebens zu besinnen und dessen tiefen Sinn nachzuspüren.“ Sollten etwa die Ladengeschäfte an der Königstraße den Menschen innere Kraft geben können?“, fragte der Bischof. St. Eberhard als geistlicher Ort biete „Nahrung für die Seele an, die nicht gekauft werden kann, sondern geschenkt ist“. Bischof Fürst zitierte dazu Johannes Chrysostomus: „Gott hat die Kirchen wie Häfen im Meer angelegt, damit ihr euch aus dem Wirbel irdischer Sorgen dahin retten und Ruhe und Stille finden könnt.“

1807 schenkte König Friedrich den Katholiken in Bahnhofsnähe den Bauplatz für eine Kirche in der damals rein protestantisch geprägten Stadt. Vier Jahre später wurde St. Eberhard als erster katholischer Kirchenneubau nach der Reformation in Württemberg geweiht. Die Domkirche ist die einzige Kirche zumindest in Baden-Württemberg mit dem Patronat St. Eberhard. Es bezieht sich zwar auf den im 12. Jahrhundert verstorbenen Erzbischof Eberhard I. von Salzburg, geht aber auf die Entscheidung König Friedrichs zurück, der württembergische Vorfahren dieses Namens ehren wollte. 1978 wurde die Kirche zum 150-jährigen Bestehen der württembergischen Diözese zur Konkathedrale erhoben, nach dem Dom St. Martin in Rottenburg zweite Bischofskirche.
Hinweis:
Zum Jubiläum gibt es ein Video von drs-media auf www.drs.de <http://www.drs.de>.