Seelsorgliche und finanzielle Unterstützung für die Opfer

Wie in den Medien ausführlich berichtet, kam es am Samstagabend, 30. September 2006, in dem Ferienheim Weißloch in St. Georgen zu einer Gasexplosion. Sie brachte das Haus zum Einsturz. Nach dem Stand der Ermittlungen wurde die Explosion durch einen Defekt an den technischen Anlagen des Freizeitheims „Weißloch“ ausgelöst. Träger des Freizeitheims ist die Evangelische Kirchengemeinde von St. Georgen. Die Frauen, die sich zur Zeit der Explosion zusammen mit ihren Kindern in dem Haus befanden, waren Teilnehmerinnen einer Freizeit für Alleinerziehende. Das Katholische Bildungswerk Reutlingen war Veranstalter und hatte das Freizeitheim für diesen Zweck angemietet.

Das Katholische Bildungswerk Reutlingen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats der Diözese Rottenburg-Stuttgart bemühten sich seit der Explosion intensiv, die Betroffenen bei der Bewältigung ihrer Situation zu unterstützen. Die Verantwortlichen des Bildungswerks waren direkt nach der Katastrophe vor Ort. Sie nahmen Verbindung zu den Verletzten auf und organisierten die seelsorgliche und psychologische Begleitung, die Betreuung der Kinder und den erforderlichen Informationsfluss. Im Zuge der Rettungsmaßnahmen konnten Mütter und ihre Kinder nicht immer in denselben Kliniken untergebracht werden. Zwischen Tübingen und Zürich, Ulm und Schwenningen waren die Verletzten auf sieben verschiedene Kliniken verteilt. Derzeit befinden sich von den 22 Verletzten noch sieben in stationärer Behandlung. Auch bei der Klärung versicherungstechnischer Fragen war das Bischöfliche Ordinariat behilflich.

Der zuständige Hauptabteilungsleiter im Ordinariat, Joachim Drumm, hat den Betroffenen in einem persönlichen Brief sein Mitgefühl ausgesprochen. Im Sinne einer freiwilligen Hilfeleistung bot er ihnen auch finanzielle Unterstützung an. Bei der Explosion war vieles zerstört worden, was die Opfer nicht von der Versicherung erstattet bekommen. Eine Rechtsverpflichtung hierfür gibt es nicht. Drumm dankte allen, die sich an den Rettungsarbeiten beteiligten, für ihren schnellen und engagierten Einsatz.