Segensreiches Wirken für die Ökumene

"Vieles konnten wir gemeinsam auf den Weg bringen, fruchtbar waren unsere Gespräche und herzlich unsere Verbundenheit", sagte Fürst zu dem scheidenden Landesbischof. Maier habe sich stets als fairer Partner und guter Nachbar erwiesen, der der Diözesanleitung immer offen und menschlich wohltuend begegnet sei. Die ökumenische Gemeinschaft beider Kirchen habe dazu beigetragen, "dass wir oft mit einer Stimme in der Gesellschaft Zeugnis geben konnten vom Grund der Hoffnung, die uns bewegt". Fürst äußerte sich überzeugt, dass der bisherige ökumenische Kurs auch mit dem neuen Landesbischof beharrlich weiterverfolgt werden könne. "Kennen wir Sie doch als einen engagierten Menschen, der auch als Bischof für die Einheit der Christen nach Kräften eintreten wird."

Bei dem Gottesdienst zur Amtseinführung in der Stuttgarter Stiftskirche übergab Maier das Bischofskreuz an seinen Nachfolger. Der gebürtige Darmstädter Frank Otfried July war von 1983 bis 1987 wissenschaftlicher Assistent an der Evangelischen Fakultät der Universität Heidelberg und anschließend Persönlicher Referent der Landesbischöfe Hans von Keler, Theo Sorg und Eberhardt Renz. Seit 1996 war er Direktor sowie Pfarrer des Evangelischen Diakoniewerks in Schwäbisch Hall. Der Theologe ist verheiratet und hat vier Kinder.

Nach evangelischem Verständnis ist das Amt des Bischofs ein Pfarramt. Ihm steht in allen Kirchengemeinden der Landeskirche die Wortverkündigung zu. Durch den Dienst der Verkündigung soll die Kirche geistlich geleitet werden. Der Landesbischof steht dem Kollegium des Oberkirchenrats vor und vertritt die Landeskirche nach außen. Seine Amtszeit endet spätestens mit dem 68. Lebensjahr.