Sensiblere Akquisemaßnahmen gefordert

Die TELLUX Beteiligungsgesellschaft mbH (im Folgenden: TELLUX), die mit einem Anteil von 30 Prozent Minderheitsgesellschafterin des Deutschen Fernsehballetts des MDR ist, und die Diözese Rottenburg-Stuttgart als Mehrheitsgesellschafterin der TELLUX erklären dazu Folgendes:

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die TELLUX bedauern diesen Vorgang zutiefst, da sie sich von Regimen und Machthabern, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, in aller Form distanzieren. Sie waren allerdings über die Einladung nach Grosny nicht informiert. Es ist auch nicht üblich, dass Gesellschafter über Maßnahmen des operativen Tagesgeschäfts im Vorfeld unterrichtet werden. Die Einzelheiten der Einladung werden derzeit geprüft.

Zur abschließenden Aufklärung dieses Vorfalls wurde unverzüglich auf Dienstag, 25. Oktober 2011, eine Außerordentliche Gesellschafterversammlung des Deutschen Fernsehballetts des MDR einberufen. Ebenso werden sich Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der TELLUX am 26. Oktober 2011 in München mit dem Vorgang befassen. Etwaige Konsequenzen können erst bei diesen Gremiensitzungen beraten werden. Sicher ist bereits jetzt, dass gravierende Vorfälle dieser Art künftig unbedingt durch sensiblere Akquisemaßnahmen verhindert werden müssen.

Dr. Clemens Stroppel
Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Aufsichtsratsvorsitzender der TELLUX Beteiligungsgesellschaft mbH München

Martin Choroba
Geschäftsführer der TELLUX Beteiligungsgesellschaft mbH München

 

Dr. Thomas Broch