„Setzen auf erneuerbare Quellen“

Das erste Solardach auf einem Gebäude der Diözese sei 1999 entstanden, sagte Drumm. Heute verwandelten Solaranlagen an 157 Standorten Sonnenlicht in Strom mit einem Jahresertrag von drei Millionen Kilowattstunden. Dies reduziere den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids um 2.000 Tonnen jährlich, sagte Drumm auf der vom Verband Katholisches Landvolk organisierten Tagung.

„Wir setzen nach Kräften auf erneuerbare Energien“, betonte der Ordinariatsrat. Gleichzeitig warnte er vor einer einseitigen Betonung der Solartechnik, die zu einer Verzerrung im Wettbewerb mit anderen Techniken führen könne. Er sprach sich für einen ausgewogenen Mix etwa aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie der Energieerzeugung mit Biomasse aus. Die Energiegewinnung mit Biomasse erfordere freilich ethisches Augenmaß. „Energie gewinnen mit Pflanzen darf nicht zu Lasten der globalen Ernährungssicherheit gehen.“ Die auf der Tagung vorgestellten Projekte wie Energiedörfer, Energieparks und –zentren lobte Drumm ausdrücklich. Bei solchen Projekten müsse darauf geachtet werden, dass möglichst viele Menschen in das Energiekonzept eingebunden seien und das Ziel der Energieeinsparung nachhaltig verfolgt werde.

Uwe Renz