Sich ausrichten am Verhalten Jesu

Rottenburg/Zwiefalten. 12. Juli 2014. Durch Handauflegung und Gebet hat Bischof Gebhard Fürst am Samstag sechs Männer zu Priestern geweiht. In seiner Predigt im Münster von Zwiefalten ermunterte der Bischof die neu geweihten Priester, sich am Verhalten Jesu zu orientieren. Jesus habe den Menschen keine philosophischen und theologischen Vorträge gehalten, sondern sei mit ihnen liebvoll und heilsam umgegangen. Den Lebensstil Jesu zu pflegen, heiße, „sich durch eigenes Verhalten als Jesusjünger zu bekennen“, sagte Bischof Fürst. So werde in einer diakonisch ausgerichteten Kirche sichtbar, was Liebe Gottes zu den Menschen bedeutet.

Zu Priestern geweiht wurden in Zwiefalten:

Matthias Frank (48), geboren und aufgewachsen in Ellwangen. Nach Abitur und Banklehre studierte Frank Betriebswirtschaft und arbeitete mehrere Jahre in Finanzwelt und Industrie sowie beim Caritasverband für Stuttgart. Im Alter von 40 Jahren nahm er in Tübingen und im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen das Theologiestudium auf, das er 2012 mit einer Arbeit über den interreligiösen Dialog abschloss. Nach seinem Eintritt ins Priesterseminar in Rottenburg wurde er im vergangenen Jahr zum Diakon geweiht und arbeitete als solcher in der Seelsorgeeinheit Steinlach-Wiesaz bei Mössingen.

Jens Kimmerle (44), geboren in Leonberg und aufgewachsen in Warmbronn. Er studierte zunächst Kunsterziehung an den Akademien für Bildende Künste in Karlsruhe und Stuttgart sowie an der Universität Stuttgart Geographie. Acht Jahre arbeitete Kimmerle als Gymnasiallehrer für Bildende Kunst und Erdkunde, davon fünf Jahre im privaten Schuldienst am Hermann-Lietz-Internatsgymnasium auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog. Nach dem Erwerb der biblischen Sprachen am Ambrosianum in Ehingen studierte er von 2007 bis 2012 Theologie in Tübingen und Benediktbeuern, bevor er in das Priesterseminar in Rottenburg eintrat und zum Diakon geweiht wurde. Seine Diakonatszeit verbrachte er in der Seelsorgeeinheit St. Augustinus mit Pfarrsitz Stuttgart-Sillenbuch.

Andreas Kirchartz (29), geboren in Karlsruhe und aufgewachsen in Albstadt-Ebingen. Nach dem Abitur studierte Kirchartz zunächst Mathematik und Theologie für das Lehramt. Später legte er in Theologie die kirchliche Abschlussprüfung ab. Sein Auswärtsjahr im Theologiestudium verbrachte er in Rom. Nach der Pastoralausbildung im Rottenburger Priesterseminar wurde er im vergangenen Jahr zum Diakon geweiht. Seine Diakonatsstelle war die Seelsorgeeinheit Unterm Staufen mit Pfarrsitz in Rechberghausen bei Göppingen.

Nicki Schaepen (37), geboren in Hechingen und aufgewachsen in Mössingen. In Berlin und Tübingen studierte Schaepen zunächst Kunstgeschichte und Neuere Geschichte, bevor er das Theologiestudium in Tübingen und Rom aufnahm. Nach der Pastoralausbildung im Rottenburger Priesterseminar wurde er im vergangenen Jahr zum Diakon geweiht. Seinen Dienst als Diakon leistete er in der Seelsorgeeinheit Südliches Strohgäu mit Pfarrsitz in Ditzingen.

Florian Störzer (29), geboren und aufgewachsen in Freudenstadt. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er zunächst das Theologische Vorseminar Ambrosianum in Ehingen und trat 2007 ins Wilhelmsstift in Tübingen ein. Nach dem Theologiestudium, während dem er ein Auswärtsjahr im indischen Pune verbrachte, trat er die Pastoralausbildung im Rottenburger Priesterseminar an und wurde im vergangenen Jahr zum Diakon geweiht. Seinen Dienst als Diakon leistete er in der Rottenburger Domgemeinde Sankt Martin.

Jan Eike Welchering (27), geboren in Bochum und aufgewachsen in Remseck. Nach dem Abitur 2006 in Stuttgart erlernte er am Theologischen Vorseminar Ambrosianum in Ehingen die biblischen Sprachen, bevor er 2007 das Theologiestudium in Tübingen aufnahm und sein Auswärtsjahr in Rom verbrachte. In Tübingen und Mailand studierte er zudem Allgemeine Rhetorik. Nach der Pastoralausbildung im Rottenburger Priesterseminar wurde Welchering im vergangenen Jahr zum Diakon geweiht und leistete seinen Dienst als Diakon in der Gesamtkirchengemeinde Esslingen.