Sinnsuche unterm Tisch

Am 13. und 14. März 2010 werden in den knapp über 1.000 Kirchengemeinde der Diözese Rottenburg-Stuttgart über 10.000 Kirchengemeinderäte und Pastoralräte.

Bischof Gebhard Fürst lädt wenige Tage vor den Wahlen alle wahlberechtigten Katholiken seiner Diözese noch einmal dazu ein, sich an der Wahl zu beteiligen und damit einen aktiven Beitrag zur Gestaltung des Gemeindelebens zu leisten. Bereits zu Beginn der Wahlvorbereitungen hatte er betont: „Die Lebendigkeit und der Reichtum des Gemeindelebens sind auf die Mitgestaltung engagierter Christinnen und Christen angewiesen.“, Das Zweite Vatikanische Konzil, so der Bischof, habe mit seiner Hochschätzung der Laien in der Kirche den Weg für die Entwicklung der kirchlichen Rätestrukturen geöffnet. Seit über 40 Jahren sei die Mitwirkung von Menschen unterschiedlichster Kompetenz aus dem Leben der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht mehr wegzudenken.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart wirbt in den Kirchengemeinden mit überraschenden Motiven für die anstehende Kirchengemeinderatswahl. Sie setzen bei unserem manchmal absurden Alltag an. „Sinnsuche unterm Tisch?“ „Gemeinschaft vorm Fernseher?“ Die Plakate zeigen Menschen in ihrem Alltag und bei ihrer alltäglichen Suche. Was sie suchen, Gemeinschaft, Sinn, Hilfe und Stille, das können sie, so die Unterzeile des Plakats, in der Kirche finden: „Kirche lebt auch an Ihrem Ort“, so die Botschaft des Textes. Gestaltet wurden die Plakate für die KGR-Wahl von der Herrenberger Agentur Know How.

In der Kirche ist das zu finden, was viele Menschen heute schmerzlich vermissen. Sie suchen nach Sinn, Gemeinschaft, Hilfe und Stille, aber trauen der Kirchengemeinde oft nicht zu, dass sie all das wirklich bietet. Die Antwort auf die postmoderne Suchbewegung, auf die die Plakate zur KGR-Wahl hinweisen, heißt: Bleibt nicht am Rande stehen, sondern seid mit dabei, nicht nur am Wahltag, sondern auch später durch das Mitwirken in der Kirchengemeinde. Die vier Plakatmotive spiegeln die Menschen mit einem Augenzwinkern und laden sie in die Kirche ein. Seit Wochen hängen die vier Motive wechselnd in den Kirchengemeinden und an öffentlichen Orten aus und sorgen für Aufmerksamkeit auf die KGR-Wahl und Gesprächsstoff sorgen.

Dr. Thomas Broch