Sonn- und Feiertage als wettbewerbsfreie Zonen

Nicht nur das Individuum, sondern die gesamte Gesellschaft müsse Pausen einlegen, so Drumm im Rekurs auf Grundgesetz, die Sonn- und Feiertage ausdrücklich unter gesetzlichen Schutz stellt.

„Natürlich gibt es begründete Ausnahmen für bestimmte Orte und Warengruppen“, räumte Drumm ein. Diese haben jedoch dem Gemeinwohl zu dienen und nicht dem kommerziellen Wettbewerb. „Die Kirchen sind nicht gegen Wettbewerb und freies Unternehmertum“, so der Ordinariatsrat. Dennoch dürfe die Logik des Wettbewerbs nicht auf den Sonntag ausgedehnt werden.

Generell bewertet Joachim Drumm den Gesetzesentwurf der Landesregierung als „respektablen und begrüßenswerten Versuch, dem Sonntagsschutz gerecht zu werden“. Änderungsbedarf sieht Drumm vor allem im Blick auf die Adventssonntage. Sie sollen von der Möglichkeit verkaufsoffener Sonntage ausgenommen bleiben Am einfachsten wäre die allgemeinverbindliche Regelung: „Alle Sonn- und Feiertage bleiben verkaufsfrei“, forderte Drumm. Sofern sich dies nicht durchsetzen lasse, heiße die Lösung der Kirchen: „So wenig verkaufsoffene Sonntage wie möglich.“