Corona

Spenden für Masken helfen Menschen in Ghana

Maskenübergabe in den Räumen der Hauptabteilung Weltkirche. Domkapitular Dr. Heinz-Detlef Stäps (vierter von links) und Philipp Schröder (dritter von links) zusammen mit den Kolleginnen (von links) Birgit Joos, Ursula Götz, Julia Schiller und Julia Moos. Bild: DRS

Maskenübergabe in den Räumen der Hauptabteilung Weltkirche. Domkapitular Dr. Heinz-Detlef Stäps (vierter von links) und Philipp Schröder (dritter von links) zusammen mit den Kolleginnen (von links) Birgit Joos, Ursula Götz, Julia Schiller und Julia Moos. Bild: DRS

Die Hauptabteilung Weltkirche bestellt Behelfsmasken für den guten Zweck: Der Verein Wegive plant den Bau eines Schulzentrums.

Seit Wochenbeginn besteht Maskenpflicht. Selbst hergestellte Behelfsmasken zu tragen hilft, dass es genügend zertifizierte Schutzmasken in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Versorgungseinrichtungen gibt, wo wirksamer medizinischer Schutz am dringendsten benötigt werden.

Aus diesem Grund schlossen sich in Blaustein zehn Aktive aus dem Umfeld des Hilfsvereins Wegive zusammen und nähen Behelfsmasken in unterschiedlichen Größen, aus verschiedenen Materialen und mit wechselnden Designs. Die Masken können gegen eine Spende geordert werden. Mit dem Geld unterstützt der Verein Menschen in Ghana, die unter der Corona-Pandemie leiden.

Wichtiges Zeichen weltkirchlicher Solidarität

Seit Jahren engagiert sich Wegive in dem westafrikanischen Land und plant, dort ein Schulzentrum zu errichten. Auch die Hauptabteilung Weltkirche des Bischöflichen Ordinariats wurde auf die Initiative im Alb-Donau-Kreis aufmerksam und bestellte kurzerhand einige Masken, die am gestrigen Dienstag in Rottenburg eintrafen und auch gleich verteilt wurden. Missio-Diözesanreferent Philipp Schröder stellte anlässlich der Übergabe fest: „Die Masken und das Engagement von Wegive sind ein wichtiges Zeichen der weltkirchlichen Solidarität.“ Gerade jetzt komme es darauf an, den Blick nicht nur auf Deutschland und Europa zu richten, sondern für ein weltweites solidarisches Miteinander einzustehen.

Beim Verein Wegive aktiv ist Lena Heinkel, die von 2016 bis 2017 für den weltkirchlichen Friedensdienst in Ghana war und daher noch Verbindungen in die Hauptabteilung Weltkirche hat. „Seit meiner Zeit in Ghana habe ich den Wunsch, etwas zurückzugeben für die schönen Erinnerungen und Dinge, die ich erleben durfte. Das wird nun von Wegive ermöglicht“, sagt sie.

Einschneidende Auswirkungen der Pandemie in Ghana

Die Lehramtsstudentin ist im Vorstand des Vereins. „Ich bin so dankbar, dass ich dadurch eine Möglichkeit bekomme, aktiv zu werden.“ Denn die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien eben nicht nur in Deutschland dramatisch. „Auch in Ghana sind die Auswirkungen einschneidend“, sagt Heinkel. „Wir leben in einem Land mit exzellentem Gesundheitssystem, staatlicher Wirtschaftsförderung in Milliardenhöhe und einer hohen Versorgungssicherheit. Ghana hat dies alles nicht“, sagt Heinkel.  

Von den Spenden für die Schutzmasken werden die Versand- und Materialkosten der Masken finanziert. „Jeder weitere Euro geht direkt nach Ghana“, sagt Heinkel und verweist darauf, dass die Materialkosten bei nahezu null lägen.  Aktuell gibt es über 400 Bestellungen für Behelfsmasken und so bleibt auch in den kommenden Tagen noch viel zu tun.

So kann man die Masken bestellen

Die Masken können per E-Mail an Stoff-Behelfsmaske@web.de bestellt werden. Anzugeben ist die gewünschte Stückzahl und die Adresse, wohin die Sendung gehen soll. Nachdem eine Bestätigung über die Bestellung eingetroffen ist, sollte der Besteller seine Spende unter Angabe des Verwendungszwecks „Behelfsmaske“ an das Konto mit der IBAN DE10 6305 0000 0000 0330 60, BIC SOLADES1ULM überweisen. Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung erstellt werden. Hierzu sollte die vollständige Adresse im Verwendungszweck der Überweisung angegeben werden. Alternativ kann die Adresse auch per E-Mail an spenden@wegive.de gesendet werden.

Alle weitern Infos gibt es im Internet auf www.wegive.de

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