KLjB

Spenden für Moria

V.l.: Dominik Kern (geistl. Diözesanvorstand KLJB), Selina Buck  (Diözesanvorstand), Ursula Finger (Caritas International) bei der Spendenübergabe. Foto: KLjB

V.l.: Dominik Kern (geistl. Diözesanvorstand KLJB), Selina Buck (Diözesanvorstand), Ursula Finger (Caritas International) bei der Spendenübergabe. Foto: KLjB

Die Katholische Landjugendbewegung Rottenburg-Stuttgart (KLJB) spendet den Betrag von 10.000€ an das Hilfswerk des deutschen Caritasverbandes.

„Es ist wieder viel passiert, seit im September das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos gebrannt hat. Die große mediale Aufmerksamkeit ist weg, die Probleme sicherlich nicht.“, so Andreas Hofer, Diözesanvorstand der KLJB. Die KLJB griff damit eine Aktion des „Bundes der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf und passte diese auf sich an. Der BDKJ hatte unter dem Schlagwort „Jetzt Menschen aufnehmen“ zu Aktionen und Unterstützung aufgerufen.  

Der Spende voraus gegangen war eine breite Beteiligung der Delegierten der KLJB. Das höchste Gremium des Verbandes, die Diözesanversammlung, sowie der Trägerverein der KLJB Rottenburg-Stuttgart ebneten mit ihrem Beschluss den Weg für die Unterstützung der Flüchtlinge. „10.000€, das sind etwa 3€ pro KLJB-Mitglied, die wir stellvertretend für unsere Mitglieder Menschen zukommen lassen, die es brauchen. Unabhängig, wie diese Notlage langfristig gelöst werden kann, denken wir, dass es Hilfe braucht, v.a. jetzt, wo es auf den Winter zugeht.“, so Selina Buck, ebenfalls Mitglied des Diözesanvorstandes.  

„Eine solche Spende bekommen wir nicht alle Tage. Wir freuen uns sehr über das Engagement der jungen Menschen!“, so Ursula Finger von Caritas International, die zur Scheckübergabe gekommen war.  

Am Diözesanverband selbst wird trotzdem nicht gespart. Allen KLJB-Ortsgruppen, denen durch die Corona-Zeit wichtige Einnahmen wegbrechen, soll geholfen werden. Gleichzeitig wird 2021 der Mitgliedsbeitrag zur Hälfte erlassen.
Bei der Aktion soll es aber nicht allein ums Geld gehen. Mittels eines offenen Briefes soll an die Verantwortungsträger in der Politik appelliert werden, zu einer tragfähigen und menschenwürdigen Lösung der humanitären Krise zu kommen. Von „Maximalforderungen“, etwa, dass Deutschland alle Flüchtlinge aufnehmen solle, rückt die KLJB aber ab. „Wir als katholischer Jugendverband drängen auf eine menschenwürdige Lösung der Asylfrage – im Wissen darum, dass die gegenwärtige Lage nicht einfach ist. Aus unserer Sicht kann diese Frage nur europäisch gelöst werden.“ heißt es im offenen Brief.  

Die Katholische Landjugendbewegung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist ein katholischer Kinder- und Jugendverband, der rund 3600 Mitglieder im ländlichen Raum hat.