Starke Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde

Rottenburg. 24. Mai 2015. An Pfingsten hat Bischof Gebhard Fürst die Christen aufgerufen, mutig ihren Glauben zu bezeugen. Sie sollten als „starke Zeugen bis an die Grenzen der Erde wirken“, sagte er am Sonntag im Rottenburger Dom St. Martin. In einer Zeit, in der Millionen Menschen durch Krieg und Terror bedroht seien, brauche es mutige Zeugen eines lebensbejahenden Glaubens, deren Hoffnung vom Geist Jesu Christi genährt sei.

Pfingsten biete eine gottgegebene Chance, Geist- und Hoffnungslosigkeit zu entkommen. Das in der Bibel überlieferte Herabkommen des heiligen Geistes mit der Folge Grenzen überwindender Verständigung sei Beispiel und Impuls für zutiefst friedvollen Umgang der Völker miteinander und für gegenseitiges Verstehen, betonte Bischof Fürst. Der von Jesus Christus den Gläubigen gesandte Gottesgeist überwinde Fronten, löse Verhärtungen und ermutige zum Leben in der Nachfolge Jesu.

Der Bischof unterstrich, dass Jesus von Nazareth und der Heilige Geist unauflösbar miteinander verbunden seien. „Von Jesus Christus ging ein Geist, eine Kraft aus, die sonst wenig verbreitet war und auch heute wenig verbreitet ist“. Am heil- und liebevollen Umgang Jesu Christi mit den Menschen zeige sich die zum Leben befreiende Wirkung des Heiligen Geistes.

Am Abend des Pfingstsonntags feiert Bischof Fürst zusammen mit dem evangelischen Landesbischof von Württemberg, Frank Otfried July, in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard eine ökumenische Pfingstvesper.