„Station Leben“

Auf diese Weise sollen junge Menschen die Möglichkeit erhalten sich mit dem Thema Krebserkrankung auseinander zu setzen und eigene Krankheitserfahrungen zu verarbeiten. Die Veronika-Stiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart fördert „Hoffnung unlimited“ mit 134.650,00 Euro.

In Tübingen steht nun die Premiere des Theaterstücks „Station Leben“ an, das an Krebs erkrankte und gesunde junge Menschen unter der Projektleitung und Regie von Margarethe Mehring-Fuchs und Stephan Laur entwickelt haben. „Viele Leute behandeln uns, als ob wir schon tot wären“, schildert Lucas, einer der jungen Akteure seine Erfahrungen nach Krebsdiagnose. „Aber“, so Lucas, „wir sind nicht tot: Wir leben.“ Nicht nur die jugendlichen Schauspielerinnen und Schauspieler, zwischen den teilweise enge Freundschaften entstanden sind, werden so zu einer Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen des Lebens und des Sterbens geführt, sondern auch die Zuschauer, die sie möglichst zahlreich ansprechen wollen. Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenzubringen, sei ein zentraler Aspekt der Arbeitsweise, betont Projektleiterin Mehring Fuchs. Was während der Erarbeitung eines Stücks entstehe, sei ebenso wichtig wie das fertige Theaterprodukt, ergänzt ihr Kollege Stephan Laur.

Die Veronika Stiftung, die hervorgegangen ist aus dem Lebenswerk der Veronika-Schwestern in Stuttgart hat sich die Förderung konkreter Projekte und Maßnahmen zur Linderung von Schmerz und Leid kranker und pflegebedürftiger Menschen zur Aufgabe gemacht. Dazu gehören nicht nur die medizinischen, - technischen oder medikamentösen Hilfsmittel sondern insbesondere die liebevolle, menschliche Zuwendung und Betreuung. Die Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Leid und Tod junger Menschen im Theaterprojekt „Hoffnung unlimited“ ist eine (Therapie-)Form zur Bewältigung des eigenen Schicksals. Durch die Unterstützung der Veronika-Stiftung konnte dieses Projekt durchgeführt werden. Weitere Informationen zur Stiftung unter: www.veronika-stiftung.de

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Premiere ist am Freitag, 15. Januar 2010, um 20 Uhr im Kongresszentrum der Universitätsklinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (410) Tübingen, Hoppe-Seyler-Str. 1; weitere Vorstellungen sind am 16. und 17. Januar jeweils um 20 Uhr. Gastspiele am Theater Freiburg sind 22., 23. und 24. Januar 2010 jeweils um 18 Uhr.
Der Eintritt für Erwachsene beträgt 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro). Der Vorverkauf beginnt am 15. Dezember 2009 am LTT Tübingen.

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Dr. Thomas Broch