Stiftung Liebenau und Diözese Rottenburg-Stuttgart regeln Zusammenarbeit

In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben der Diözesanverwaltungsrat und der Aufsichtsrat der Stiftung Liebenau gemeinsam und in enger Abstimmung die dem Urteil zu entnehmenden Feststellungen detailliert analysiert und ein zukunftsfähiges Aufsichtskonzept erarbeitet. Die entsprechenden Dokumente sind Anfang Oktober in beiden Gremien beraten und beschlossen worden und wurden zuletzt von Bischof Dr. Gebhard Fürst am 8. November 2011 unterzeichnet.

„Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Die Vereinbarungen werden der komplexen Situation und den diffizilen Anforderungen an die international tätige Stiftung Liebenau gerecht und eröffnen neue Handlungsspielräume. Weiterhin wurde die Rolle des Aufsichtsrats als eines unabhängigen Kontrollorgans gegenüber dem Vorstand sowie gegenüber den Tochter- und Beteiligungsunternehmen ausdrücklich in der Satzung fixiert,“ betont der Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Liebenau, Dr. Joachim Senn.

Erfreut über den jetzt erreichten Stand äußert sich auch Bischof Gebhard Fürst: „Wir sind in einem guten Miteinander auf dem Weg, und ich sehe den weiteren Entwicklungen mit großer Zuversicht entgegen“, so der Bischof.
Nun herrscht Klarheit in den jahrelang strittigen Fragen zur Aufsicht über die Stiftung Liebenau, über ihre Tochtergesellschaften und Unternehmensbeteiligungen. Aus der gerichtlich festgestellten kirchlichen Zuordnung folgt auch, dass die kirchliche Grundordnung in der Stiftungssatzung und den Gesellschaftsverträgen zu verankern ist.

Die Übernahme dieser sogenannten „Grundordnung für den kirchlichen Dienst“ erfolgt außer in der Stiftung Liebenau auch in deren gemeinnützigen deutschen Tochtergesellschaften in den Bereichen Jugend-, Behinderten-, Altenhilfe, Gesundheit und Bildung. Damit verbunden ist auch die Anwendung des kirchlichen Arbeitsvertrags- und Tarifrechts.