Stille im Treiben der Stadt

Weihbischof Johannes Kreidler lud bei der Eröffnungsfeier am Sonntag dazu ein, in der nach dem Rottenburger Dom zweiten Bischofskirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart „mitten im bewegten Treiben der Stadt die Menschenfreundlichkeit Gottes zu erleben“. Die über 200 Jahre alte Kirche lade dazu ein, den Alltag zu unterbrechen und sich auf Gott hin als den „eigentlichen Fixpunkt unseres Lebens zu öffnen“. Die Ruhe und Stille des glanzvoll renovierten Kirchenraums biete die Chance, als Besucher selbst ruhig und still zu werden, um die Begebenheiten des Alltags wirklich zu verarbeiten, so Kreidler.

Im Rahmen der laut Dompfarrer Michael Brock 750.000 Euro kostenden Sanierung erhielt St. Eberhard eine neue Außendämmung, einen helleren Innenputz und ein neues Beleuchtungskonzept. Zudem wurde der Bischofsstuhl, die Kathedra, von der Seite ins Blickfeld der Gottesdienstbesucher gerückt. Während der Sanierungszeit fanden die Katholiken Aufnahme in der traditionsreichen evangelischen Stiftskirche. Nach den Worten von Prälat Brock hätten sie in dieser Zeit „ein Asyl gebraucht und Gastfreundschaft erfahren“.