Stuppacher Madonna – Vorbereitungen für die angemessene Rückkehr eines Meisterwerks von Weltrang

Zusammen mit 12 weiteren Meisterwerken präsentierte sie an der Seite von Arbeiten von Raffael, Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä. und anderen Größen der Renaissance „himmlischen Glanz“.

„Nicht nur für Grünewalds Werk, sondern auch für die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist es eine große Ehre, dass dieses Bild in Dresden unter den größten Werken der Epoche vertreten war“, betonte Bischof Gebhard Fürst. Die Diözese werde größte Anstrengungen unternehmen, um Grünewalds Madonna auch künftig einen Rahmen zu geben, der ihrer Bedeutung gerecht werde.

Am 11. Januar kehrt die Stuppacher Madonna wieder in ihre süddeutsche Heimat zurück, allerdings – zunächst – nicht an ihren angestammten Platz in der Pfarrkirche von Stuppach bei Bad Mergentheim, sondern in die Restaurierungsabteilung des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg in Esslingen. Erheblicher Restaurierungsbedarf, der vom Landesamt für Denkmalpflege und der Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam finanziert wird, macht diese Zwischenstation erforderlich. Parallel dazu werden in der Stuppacher Pfarrkirche durch das Bischöfliche Bauamt die notwendigen bautechnischen Maßnahmen durchgeführt, damit die Stuppacher Madonna wieder an einen Ort zurückkehren kann, der ihrer Bedeutung als weithin verehrtes Wallfahrtsbild und als weltbekanntes Kunstwerk von höchstem Rang gerecht wird.

Am 25. November 2012 wird Bischof Gebhard Fürst mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst in Stuppach die Rückkehr der Stuppacher Madonna an ihren heimatlichen Platz begehen. Ein Fest zu Ehren von Grünewalds Werk und weitere Maßnahmen zur Förderung des öffentlichen Interesses werden bis dahin durch die Diözese in Zusammenarbeit mit örtlichen und regionalen Verantwortungsträgern vorbereitet.

Dr. Thomas Broch