Stuttgarter Bischof-Leiprecht-Zentrum: Neubau und Sanierung

Rottenburg/Stuttgart. 8. Februar 2017. In den kommenden knapp zwei Jahren wird ein Teil des Stuttgarter Bischof-Leiprecht-Zentrums, Verwaltungsgebäude der Diözese Rottenburg-Stuttgart, umfangreich erneuert. Grund der Maßnahme sind vor allem der energetisch schlechte Zustand des Gebäudes aus den 50er Jahren, veraltete sanitäre Einrichtungen und Installationen sowie unzureichende Brandschutzvorkehrungen. Voraussichtlich mit Beginn der kommenden Woche (ab 13. Februar) wird mit den Abriss- und Entkernungsarbeiten am Gebäude Jahnstraße 30 in Stuttgart-Degerloch begonnen.

Während der geplanten Umbauzeit von rund zwei Jahren sind die 80 Mitarbeiter in einem Interimsgebäude in Leinfelden-Echterdingen untergebracht. Betroffen sind die beiden diözesanen Hauptabteilungen „Caritas“ und „Kirche und Gesellschaft“, sowie die Verwaltung verschiedener Einrichtungen und Verbände in der Diözese.

Im Zuge der Bestandsuntersuchungen und der Erstellung eines Sanierungskonzepts hatte sich ein etwa grundflächengleicher, um ein Stockwerk erweiterter Neubau des Ostflügels als am Wirtschaftlichsten erwiesen. Er ermöglicht die Zusammenführung diözesaner Einrichtungen in Stuttgart. So werden das Schuldekanatsamt mit Religionspädagogischem Institut, der Geschichtsverein der Diözese, die Arbeitsgemeinschaft der Vertriebenenorganisationen sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) von der Stafflenbergstraße in das neue Bischof-Leiprecht-Zentrum umziehen. Der Westflügel des Gebäudes wird entkernt und saniert.

Mit den Baumaßnahmen wird gleichzeitig eine energetisch nachhaltige Bewirtschaftung des Gebäudekomlexes angestrebt. Durch eine Photovoltaikanlage sowie durch den geplanten Einsatz von Erdpfählen soll erstmals ein diözesanes Gebäude die produzierte Energie selbst nutzen. Das beauftragte Architekturbüro Michel + Wolf in Stuttgart hat den Aufwand für die Maßnahmen mit insgesamt rund 9,25 Millionen Euro veranschlagt.

Der Diözesanrat, das Gremium, dem in der Diözese die Haushaltshoheit zukommt, war von Beginn an in die Planungen der Umbaumaßnahme eingebunden. Entsprechend langfristig wurden die notwendigen Mittel in den Diözesanhaushalten der Jahre 2013 bis 2018 eingestellt.

Der Wiedereinzug ins Gebäude Jahnstraße 30 ist für Ende 2018 geplant. Die künftige Gesamtnutzfläche (BGF) beträgt ca. 4.785m2, es stehen dann Arbeitsplätze für rund 100 Mitarbeiter zur Verfügung.

Der zweite Gebäude-Komplex im Bischof-Leiprecht-Zentrum, das Gebäude mit der Nummer 32, wurde bereits vor über zehn Jahren saniert. Dort ist das Katholische Medienhaus untergebracht.