„Stuttgarter – Jesuit – Widerstandskämpfer“

Zu sehen ist die Ausstellung vom kommenden Mittwoch bis 21. Dezember im Kleinen Saal des Stuttgarter Rupert-Mayer-Hauses, Hospitalstraße 26. Geöffnet ist sie mittwochs bis samstags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Pater Mayer wurde am 23. Januar 1876 als Kaufmannssohn geboren. Am 8. Januar 1912 kam der 1899 in Rottenburg zum Priester geweihte Jesuitenpater nach München und wurde dort hoch angesehener Seelsorger. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig als Feldgeistlicher. In den Karpaten verlor er 1916 sein linkes Bein durch eine Granate. Zurück in München hielt er Vorträge, half den Armen als „15. Nothelfer der Münchner“. So verteilte er Brot-Gutscheine; in St. Michael ließ er 1.500 Zentner Kraut verteilen.

Als die Nazis vermehrt Zuspruch erhielten, vermerkte Pater Mayer, ein deutscher Katholik könne niemals Nationalsozialist sein. Die Machthaber drangsalierten ihn und ließen ihn im Kloster Ettal isolieren. Im Mai 1945 zurückgekehrt, erlitt der Pater an Allerheiligen in der Michaelskirche einen tödlichen Hirnschlag. Am 4. November wurde er auf dem Jesuitenfriedhof in Pullach beigesetzt. Wegen des Ansturms zum Grab wurde er 1948 in die Unterkirche des Münchner Bürgersaals überführt. Am 26. Juni 1951 eröffnete Kardinal Faulhaber den Seligsprechungsprozess. Am 3. Mai 1987 sprach ihn Papst Johannes Paul II. selig.