„Taugliches Mittel zum Schutz des Lebens“

Die Quote der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gehe, bezogen auf die Zahl der Geburten, seit Jahren zurück. 2001 seien noch knapp 135.000 Abtreibungen registriert worden; dies entspreche einer Quote von 182,4 je 1.000 Geborenen. Im vergangenen Jahr sank die Quote Stetter-Karp zufolge auf 173,9. Am niedrigsten liege sie in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg. „Diese Entwicklung belegt: Beratung ist ein taugliches Mittel, um Frauen in dieser Entwicklung zu unterstützen und es ist ein wirksames Instrument im Sinn der Anwaltschaft für die Würde des Lebens.“

Die Ordinariatsrätin wies auf die zu erwartenden Folgen der Pränataldiagnostik hin, die viele Frauen vor schwere Entscheidungen stellen werde. Diese Diagnostik fördere Stigmatisierungen und eine „Haltung einer individuellen, freiwilligen Eugenik“, die aufgrund bestimmter Merkmale einem Fötus die Förderung und Versorgung verweigert. Stetter-Karp unterstrich, dass vor diesem Hintergrund Schwangerschafts-Beratungsstellen auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe hätten.