„Theologische Wohn- und Lernstadt“

Im viergliedrigen Rohbau zeichne sich bereits jetzt eine attraktive „theologische Wohn- und Lernstadt“ an der Brunsstraße ab, die zum Austausch einlade. Im Herbst 2012 sollen das Vorseminar Ambrosianum in das dann gründlich um- und neu gebaute Johanneum ziehen, und mit ihm das Theologische Mentorat, das Zentrum der Laientheologen.

Für Generationen von Diözesantheologen war das „Jo“ erstes Domizil in Tübingen, bevor sie im zweiten Studienjahr in das Wilhelmsstift zogen. Zuletzt beherbergte das um 1900 erbaute und 1934 von der Diözese erworbenen „Jo“ ein kleines Studentenwohnheim und das Theologische Mentorat für angehende Pastoralreferenten. Bischof Fürst bezeichnete es als sehr weise, dass die Diözese damals die zum Verkauf angebotene Villa des Chirurgen Paul V. von Bruns erwarb. Damals waren viele Priesteramtskandidaten unterzubringen. Bischof Joannes B. Sproll weihte das Gebäude ein Jahr später ein.

Nach dem Umbau wirke das Anwesen wie ein kleiner, die Kommunikation fördernder Campus, sagte der Bischof. Gebildet werde der Baukörper aus vier Solitären: der denkmalgeschützten Villa Bruns mit Büro- und Gruppenräumen, dem Wohngebäude des Ambrosianums mit 18 Wohneinheiten, dem Seminargebäude mit großem Saal und Unterrichtsräumen sowie einer Kapelle. Das Johanneum erinnere mit seinem Namen an den Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll, dessen Seligsprechungsprozess bevorstehe, unterstrich der Bischof.

Dr. Thomas Broch