Thomas Pitour geht als Subregens nach Lantershofen

Bischof Gebhard Fürst hat den Rottenburger Diözesanpriester für drei Jahre für die Aufgabe des stellvertretenden Leiters der erst kürzlich päpstlich anerkannten Hochschule freigestellt.

Pitour wurde 1974 in Aalen geboren und ist in Lauchheim (Ostalb-Kreis) aufgewachsen. Nach dem Abitur in Bopfingen und dem Studium des Griechischen und Hebräischen am Ehinger Collegium Ambrosianum hat er von 1995 bis 2000 in Tübingen und Rom Theologie und Philosophie studiert. Im Jahr 2001 wurde er in Stuttgart zum Diakon geweiht und erwarb erste seelsorgerliche Erfahrungen in Riedlingen an der Donau. Nach der Priesterweihe in der Weingartener Basilika im Jahr 2002 war er zwei Jahre Vikar an der Ulmer Pfarrei St. Georg. Als Doktorand und Assistent des Philosophen Johannes Brachtendorf ging er 2004 an die Tübinger Katholisch-Theologische Fakultät. Im Sommer dieses Jahres plant er seine Dissertation über den mittelalterlichen Philosophen Wilhelm von Auvergne mit der Promotion zum Doktor der Theologie abzuschließen.

In dem Lantershofener Seminar St. Lambert, das in der Diözese Trier gelegen ist, aber von Studierenden aus fast allen deutschen Diözesen besucht wird, können sich junge Männer, die nicht die Möglichkeit eines regulären Studiums haben und eine anderweitige abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen müssen, auf den Priesterberuf vorbereiten. Unter den 70 Seminaristen stellen die aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart kommenden Theologen mit künftig zehn Personen die stärkste Gruppe. Wissenschaftliche Assistenten sowie aktive und emeritierte Professoren von benachbarten Universitäten sind für die Studiengänge in Lantershofen verantwortlich. Thomas Pitour wird einen Lehrauftrag in Pastoralliturgie wahrnehmen; ob er künftig auch Lehrveranstaltungen in Philosophie anbieten wird, ist derzeit noch offen. Dass seine neue Tätigkeit nach der wissenschaftlichen Phase als Doktorand wieder stärker an der Seelsorge ausgerichtet ist, freut und reizt ihn zugleich. Da ihm die Zusammenarbeit mit Studierenden auch schon in Tübingen wichtig gewesen ist, konnte er zu dem neuen Auftrag von Anfang an „freien Herzens Ja sagen“.