Tiefer Respekt vor großem Papst

Der polnische Papst, der von 1978 bis 2005 Oberhaupt der katholischen Kirche war, habe durch sein authentisches Leben und Glauben der ganzen Welt ein Beispiel für christliche Nachfolge gegeben, erklärte Bischof Fürst am Freitag in Rottenburg. Er war im Jahr 2000 von Johannes Paul II. zum Bischof ernannt worden. Bis zum Ende seines Lebens habe der Papst aus Polen im Ringen um den Weg in Wahrheit für die kirchliche Einheit gearbeitet und auch für manche schmerzliche Entscheidungen getroffen.

Besonders hob Bischof Fürst den Einsatz Johannes Pauls II. für die Verständigung zwischen den Religionen und die Versöhnung mit dem Judentum hervor. Mit seinen Gebetstreffen mit Religionsführern in Assisi sowie mit seinen Begegnungen mit jüdischen Repräsentanten unter anderem in Jerusalem habe der polnische Papst bleibende Zeichen gesetzt. Wie keinem Papst zuvor sei es ihm gelungen, mit Hilfe der Medien den christlichen Glauben zu vermitteln und auf seinen zahlreichen Reisen das Christentum als universale Religion zu verdeutlichen. „Eine besonders herzliche Nähe spürte dieser Papst zu den Jugendlichen und suchte den Kontakt mit ihnen bis ins hohe Alter unter anderem auf den Weltjugendtagen.“ Wie stark der Papst aus Polen den Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Osteuropa und ein Zusammenwachsen Europas beförderte, werde sich wohl erst nach und nach herausstellen, betonte Bischof Fürst.

Uwe Renz