Unbeirrbares Bekenntnis zur Würde jedes Menschen

Für den Christen Gauck sei diese Würde in dem begründet, was die christliche Tradition die Gottebenbildlichkeit des Menschen nenne. Sie schließe eine grundlegende Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens und ebenso für das Leben der Mitmenschen in Würde und Freiheit ein, so der Bischof. Mit dem Zitat „Was für ein schöner Sonntag“ aus dem autobiographischen Buchenwald-Roman von Jorge Semprún zur Eröffnung seiner Ansprache nach der Wahl am 18. März habe der Bundespräsident neben seiner persönlichen Freude auch deutlich gemacht, dass man unter den insgesamt guten Lebensverhältnissen die finstersten Zeiten der deutschen Geschichte nicht vergessen dürfe, betonte Bischof Fürst. Sie seien ein steter Appell, das Leben in einer freiheitlichen und an der Würde der Menschen orientierten Gesellschaft nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten, sondern als hohes Gut sorgsam zu pflegen. Er sei überzeugt, dass Gauck, der in seinem Herzen Seelsorger geblieben sei, den Menschen in Deutschland wertvolle Orientierungen für ein gelingendes Leben und Miteinander geben könne, schrieb Bischof Fürst.