Unbezahlbares Geschenk an Mitmenschen

Bei einem Treffen mit Stuttgarter Kirchengemeinde- und Pastoralräten am Sonntag im Haus Stella Maris dankte er den über 10.000 Mandatsträgerinnen und –trägern in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für deren Einsatz: „Ohne Sie wäre unsere Kirche nicht so, wie sie ist.“ Kirche als Weggemeinschaft lebe davon, dass Menschen zur Weggestaltung beitragen.

Politik und Wirtschaft forderte der Bischof zu optimalen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt auf. Als Beispiel nannte er flexible Arbeitszeiten, Freistellungen oder positive Wertung ehrenamtlichen Engagements bei Bewerbungen. Er warnte davor, dass in Städten und Gemeinden das Ehrenamt zum „Notnagel in Anbetracht finanzschwacher öffentlicher Haushalte“ wird. Für Christen sei ehrenamtliches Engagement nie nur bloße Dienstleistung, so Bischof Fürst. Ehrenamtlich aktive Christen könnten sich Jesus als Vorbild nehmen, der sich seinerseits an die Menschen verschenkt habe. Im Ehrenamt mache sich der ganze Mensch zum Geschenk, „zu einem Geschenk an Zeit, an Mitteln, an Energie, an persönlicher Zuwendung“.