„Unermüdlich im Dienst der Einheit“

Am Dienstag nahm der Papst das Rücktrittsgesuch Zollitschs an, das der Erzbischof den kirchenrechtlichen Vorschriften entsprechend zu seinem 75. Geburtstag am 9. August gestellt hatte. Bischof Fürst hob das hohe Engagement des Freiburger Oberhirten für zukunftsfähige Erneuerung in der katholischen Kirche hervor. Der von ihm angestoßene Dialog- und Gesprächsprozess der katholischen Kirche in Deutschland habe eine fruchtbare Dynamik erzeugt. Zollitsch sei seinem bischöflichen Wahlspruch „In der Gemeinschaft des Glaubens“ treu gefolgt.

Als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, der er als Apostolischer Administrator der Erzdiözese Freiburg bis zur Wahl eines Nachfolgers im März bleiben wird, führte Erzbischof Zollitsch laut seinem Rottenburger Amtskollegen Fürst als Brückenbauer mit nüchternem Blick und ruhiger Hand unterschiedliche Positionen zusammen. Der Oberrheinischen Kirchenprovinz, der die baden-württembergischen Bistümer Freiburg und Rottenburg angehören, habe Zollitsch wertvolle Impulse gegeben, sagte Bischof Fürst. Er bedankte sich für die einmütige Zusammenarbeit der beiden Diözesen im Südweststaat. „Mit Kompetenz, Zuverlässigkeit und Weitblick hat Erzbischof Zollitsch das Miteinander der katholischen Kirche in Baden-Württemberg wie auch die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat gefördert und befruchtet.“