Unterwegs im Geist des Mantelteilers

Bischof Gebhard Fürst stellt am Martinstag (11. November) in Rottenburg den 1.200 Kilometer langen Martinusweg vor. Der Hauptweg führt von Tannheim bei Biberach nach Schwaigern bei Heilbronn. Zum Martinusweg gehören Regionalwege im Süden, Südwesten, in der Mitte und im Norden der Diözese. Der Bischof schaltet bei der Feier auch die Web-Seite www.martinuswege.de frei.

2005 hatte der Europarat den Martinusweg auf einer gedachten Linie zwischen Sankt Martins ungarischem Geburtsort Szombately und dessen Sterbeort Tours in Frankreich zum europäischen Kulturweg ernannt. Bischof Fürst entschied, mit einem solchen Weg in der Diözese die Erinnerung an den solidarischen Mantelteiler, Europa-Heiligen und Diözesanpatron zu pflegen und zu stärken. Martinus als mit den Armen solidarischer Heiliger ist Leitgestalt der württembergischen Diözese, die seit Jahren ihr diakonisch-missionarisches Profil weiter entwickelt. Landkreise und Kommunen, Dekanate und Kirchengemeinden engagieren sich inzwischen für den Martinusweg. Ihnen wird der Bischof am Martinstag ausdrücklich danken.

Nach und nach werden Hinweisschilder mit eigens entworfenem Logo in Stadt und Land Pilgern den Weg weisen. Dieser Weg verbindet zunächst Orte mit Martinskirchen, führt aber auch zu anderen kirchlichen Sehenswürdigkeiten. Die Kosten für Web-Auftritt und Ausschilderung übernahm die Diözese; vor Ort aktiv sind die Kommunen und Kirchengemeinden. So rechnen die Planer damit, dass es nach dem Vorbild des Jakobswegs in naher Zukunft Stempelausgabestellen und das eine oder andere Pilgerhospiz geben könnte.

Uwe Renz