Urlaubskraft nachhaltig bewahren

Hilfreich dabei könne die Frage sein, was einem im Urlaub gut getan habe, betont Telefonseelsorge-Chef Thomas Krieg. Wer etwa gespürt habe, dass ihm Bewegung im Urlaub neue Kraft verliehen habe, könne beispielsweise zum Arbeitsplatz radeln statt mit dem Auto zu fahren. Wer gemerkt habe, dass ihm ein Buch mehr innere Freiheit verschaffe als Fernsehen oder Computerspielen, „kann diese Alternative mit etwas Disziplin zum eigenen Nutzen in den Alltag retten“, so der Pfarrer.

Um sich gegen eine mögliche depressive Stimmung nach dem Urlaub zu verwahren, sind Pfarrer Krieg zufolge Bilder von glücklichen Urlaubserlebnissen ein probates Mittel. Es helfe, im Wochenablauf stärkende Oasen einzubauen, in solchen „Kurz-Urlauben“ über schöne Erlebnisse zu sprechen oder Fotos anzuschauen. Er selbst, sagt Krieg, habe nach dem Urlaub auf dem Dienst-PC als Hintergrundbild ein Urlaubsmotiv installiert. Als Kraft erhaltend bezeichnet der Geistliche die Sonntage. „Sie takten als Oasentage die Zeit wohltuend, schonen innere Ressourcen und füllen sie auf.“ Vorausgesetzt, diese Zeit werde bewusst zum Kraftgewinnen investiert...

Die katholische Telefonseelsorge in Stuttgart hat 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die rund um die Uhr auf zwei Leitungen unter 0800-1110222 zur Verfügung stehen. Im Schnitt führen die Seelsorgerinnen und Seelsorger in 24 Stunden 80 Gespräche.

Uwe Renz