Vatikan: Papst lädt nach Köln ein

Beim Angelusgebet sagte er: "Es nähert sich der Weltjugendtag, an dem ich teilnehmen werde, wenn es Gott gefällt, auch wenn ich nicht mehr jung bin, aber ich habe ein junges Herz. Aus aller Welt werden sich nach dem Motto der Heiligen Drei Könige ‚Wir sind gekommen, um ihn anzubeten’ in den nächsten Tagen Gruppen von Jungen und Mädchen auf den Weg nach Köln machen. Ich möchte die jungen Gläubigen aus aller Welt dazu einladen, auch diejenigen, die nicht teilnehmen können, sich der gemeinsamen spirituellen Pilgerfahrt zu den Quellen unseres Glaubens anzuschließen. Nach der glücklichen Idee von Papst Johannes Paul II. ist der Weltjugendtag eine begünstigte Begegnung mit Christus, im festen Bewusstsein, dass nur er den Menschen die Fülle des Lebens, der Freude und Liebe garantiert."

Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff übergibt am 19. August beim Weltjugendtag (WJT) den mit 5000 Euro dotierten internationalen Kurzfilmpreis "Inigo Award". Der von den Jesuiten gestiftete Preis zeichnet Spiel-, Dokumentar- und Trickfilme aus. Über 40 junge Filmemacher aus der ganzen Welt haben Beiträge über die Gegenwart und Abwesenheit Gottes in der modernen Welt eingesandt. Die besten Streifen werden vom 16 bis 18. August in der Karl-Rahner-Akademie in Köln gezeigt.

Zum Weltjugendtag in Köln werden bis zu 800.000 junge Menschen aus aller Welt zwischen 16 und 30 Jahren erwartet. Mit dem Papst nehmen auch rund 700 Bischöfe an dem Welttreffen teil, über das mehr als 5.700 akreditierte Journalisten berichten werden. Zur Sicherheit des Papstes und der Teilnehmer werden 4.000 Polizisten und 4.000 private Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Als "Zeichen der Pilgerschaft" werden 500.000 blaue Tornister mit Wasserflaschen, kompostierbarem Besteck, Programmheft, Halstuch und Rosenkranz bestückt. Am 20. und 21. August wird ein Teilstück der Autobahn 1 zwischen dem Kreuz Köln-West und dem Dreieck Erfttal zum Busparkplatz umfunktioniert. Auf dem "Marienfeld" westlich von Köln wird der Papst am Samstagabend und am Sonntagvormittag mit den jungen Menschen eine "Nachtwache" (Vigil) halten und den Abschlussgottesdienst feiern