Kirche am Ort

Vernetzung über den Kirchturm hinaus

Kick-Off für das AnsprechBar MOBIL im Dekanat Böblingen. Foto: Wolfgang Hensel

Kick-Off für das AnsprechBar MOBIL im Dekanat Böblingen. Foto: Wolfgang Hensel

Nach zwei Jahren Entwicklung und Umsetzung war am vergangenen Sonntag, 24. Oktober, Kick-off für das AnsprechBar MOBIL im Dekanat Böblingen.

In weniger als fünf Minuten ist alles aufgebaut: das AnsprechBar Mobil fährt vor, öffnet seine Türen, die Stehtische werden aufgestellt, die Hocker und Klappstühle dazu gruppiert, ein gelber Pavillon schützt vor Sonne und Regen, darunter ein Tisch mit Getränken und Snacks.

Das AnsprechBar Mobil verlässt die kirchlichen Räume, kommt an viele Orte und bietet dort Gelegenheiten: zum Gespräch, zu kreativen Angeboten, zu gemeinsamen Aktionen; Feiern und Events.

Vier kirchliche Träger haben sich vernetzt, um „ansprechend, einladend, niederschwellig und vielfältig“ zu werden, wie der gemeinsame Flyer von der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph Sindelfingen, des Dekanats Böblingen, des Seniorenzentrums Haus Augustinus und der Seelsorgeeinheit Schönbuchlichtung verheißt.

Vernetze und innovative Geh-Hin-Kirche

So geht Kirche in Zeiten der Kirchenentwicklung, wie Dr. Christiane Bundschuh-Schramm in ihrem Grußwort seitens des Bischöflichen Ordinariats betont: Kirche, die zu den Menschen geht, in diesem Fall fährt, die Seelsorge anbietet, sich vernetzt und innovativ ist, die etwas riskiert und erprobt und auf diese Weise die begonnene Kirchenentwicklung weiterführt. AnsprechBar MOBIL versucht umzusetzen, was von der Auswertungsstudie zum „Prozess Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ von den beiden Wissenschaftlern/innen Michael N. Ebertz und Janka Höld der Diözese Rottenburg-Stuttgart ans Herz gelegt wurde: mehr Geh-Hin-Kirche, mehr Seelsorge, mehr Vernetzung über den Kirchturm hinaus und mehr Innovation.

Kirche soll wieder gesellschaftlich mitmischen

Frau Katharina Pfister, Leiterin des Amts für Migration und Flüchtlinge wünschte sich diese vernetzte Kirche seitens des Landratsamts. Sie bot sich gleich als Netzpartnerin an, in der Hoffnung, dass Kirche auf diese Weise wieder gesellschaftlich mitmischt und ihren Beitrag für den Kitt der Gesellschaft leistet. Pfarrer Wolfgang Metz segnete das Fahrzeug und vor allem, die Menschen, die damit fahren und arbeiten: u.a. Annegret Hiekisch und Barbara Lohner als die beiden Projektkoordinatoren und Projektkoordinatorinnen, die die zahlreichen Gäste auf dem Platz vor der Kirche St. Joseph durch das Programm des Kick-Offs führten. Man darf gespannt sein, was den beiden Akteurinnen alles einfällt und welche Partnerschaften sich in Böblingen, Sindelfingen und darüber hinaus ergeben.

Einen ersten Vorgeschmack gab es gleich am Nachmittag mit verschiedenen Auftaktveranstaltungen an der Wandelhalle in Böblingen mit einer Wimpel-Malaktion, am Haus Augustinus mit einem Seifenblasenkünstler und in Weil im Schönbuch bei einer bunten Informations- und Begegnungsaktion, die mit einer Agapefeier im Kontext von Maria 2.0 endete.

Die Träger und Trägerinnerinnen haben ihr Tun unter ein Wort des tschechischen Theologen Tomás Halik gestellt: „Der Herr ist bereits hinausgegangen – und es ist unsere Aufgabe, ihn zu suchen und ihm zu folgen“.

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