Vielen Jugendlichen bleibt Ausbildungszugang verwehrt

Stuttgart / Ravensburg. 30. Juli 2015. Mit Blick auf die in den nächsten Wochen beginnende Berufsausbildung hat die Verantwortliche für die Caritas in der Diözese, Irme Stetter-Karp, den Zustand auf dem Ausbildungsmarkt kritisiert. Bei einer Veranstaltung des Berufsbildungswerks Adolf Aich in Ravensburg heute Nachmittag (30. Juli), bat sie die Betriebe, mehr Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche zur Verfügung zu stellen.

Trotz Fachkräftemangels in bestimmten Branchen bliebe vielen Jugendlichen der Zugang zur betrieblichen Ausbildung verwehrt, sagte Stetter-Karp. „Zu viele Betriebe scheuen den vermeintlich höheren Unterstützungsbedarf benachteiligter junger Menschen“, betonte die Rottenburger Ordinariatsrätin. Sie sei überzeugt, dass mehr Jugendliche als bisher einen Ausbildungsabschluss erreichen könnten. Damit dies gelänge, müsse das Instrument der „Assistierten Ausbildung“ weiter gefördert sowie Unterstützer aus Politik und Wirtschaft dafür gewonnen werden, betonte die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese.

Die „Assistierte Ausbildung“ ist im SGB III verankert; das Gesetz ist am 1. Mai 2015 in Kraft getreten.

Laut Berufsbildungsbericht wurden 2014 in der Bundesrepublik knapp 25 Prozent der geschlossenen Ausbildungsverträge wieder aufgelöst.