Volker Kauder erhält Gregoriusorden

Rottenburg. 8. Juni 2014. Für sein vielfältiges soziales Engagement und sein von christlichen Werten geprägtes Handeln in Politik und Gesellschaft wurde Volker Kauder mit dem päpstlichen Gregoriusorden im Range eines Komturs ausgezeichnet. Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, überreichte dem CDU-Politiker aus Tuttlingen die Urkunde sowie das Ordensabzeichen am Samstagabend in Rottenburg. Der Gregoriusorden ist der höchste päpstliche Orden für Laien.

In seiner Laudatio würdigte Bischof Fürst Kauders engagiertes Eintreten für umfassenden Lebensschutz als „sichtbares Zeichen seiner christlichen Prägung und seines Gedankenaustausches mit katholischen Geistlichen zu Fragen unserer Zeit“. Besonders erinnerte der Bischof an den intensiven Dialog Kauders mit der Katholischen Kirche bei der sogenannten Stammzellendebatte. „Bei Herrn Kauder sind wie bei kaum einem anderen deutschen Politiker das christliche Menschenbild und die Lehren der Kirche Richtschnur und Leitbild, nicht nur seiner persönlichen Lebensführung, sondern auch seines gesamten politischen Handelns“, sagte Bischof Fürst.

Der Glaube, den Volker Kauder und seine Frau Elisabeth als bekennende und engagierte Christen in ihrer Familie konfessionsübergreifend in ökumenischer Verbundenheit leben, sei auch die Grundlage für deren soziales Engagement. „Mit großer Hochachtung nehme ich wahr, dass Sie beide jedes Jahr etliche Wochen in Indien weilen, um arme und mittellose Einheimische ärztlich zu versorgen“, so der Rottenburg-Stuttgarter Bischof, an das Ehepaar Kauder gewandt.

Bischof Fürst würdigte darüber hinaus in besonderem Maße Kauders Einsatz für Religionsfreiheit und verfolgte Christen weltweit: „Dies ist für Sie nicht nur ein abstraktes, politisches Ziel, sondern Sie begeben sich bewusst zu den Menschen vor Ort, um auf Missstände aufmerksam zu machen und ganz persönlich zu erfahren, wie sich die Lage der Betroffenen darstellt.“

Im Beisein etlicher Weggefährten aus Politik, Kirche und Gesellschaft wies Bischof Fürst nicht zuletzt auf Kauders lokales Engagement in Tuttlingen hin. Dazu zählten unter anderem die Gründung eines Fördervereins für psychisch Kranke und sein Einsatz als Stadtpate für die Stadtinitiative „Tuttlinger helfen Afrika“.

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Der Orden des heiligen Gregor des Großen (kurz: Gregoriusorden) wurde 1831 von Papst Gregor XVI. gestiftet und ist im Ordenswesen des Vatikan der vierthöchste Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche. Er wird mittelbar vom Papst verliehen. Seinen Namen erhielt der Orden nach Papst Gregor I., der den Ehrentitel „der Große“ trägt (Papst von 590 bis 604).

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Volker Kauder wurde am 3. September 1949 in Hoffenheim bei Heidelberg geboren, aufgewachsen ist er in Singen am Hohentwiel. Nach Abitur und Wehrdienst begann Kauder 1971 mit dem Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg. Nach seinem Referendariat und dem zweiten Staatsexamen trat er 1978 in die Verwaltung des Landes Baden-Württemberg ein. Von 1980 bis 1990 war er Sozialdezernent und stellvertretender Landrat im Landkreis Tuttlingen. Volker Kauder ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2002 bis Januar 2005 war er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seit 2005 ist er Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Generalsekretär der CDU. Kauder ist mit der katholischen Ärztin Dr. Elisabeth Kauder verheiratet.

Manuela Pfann

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