Von Glaubenszeugen glauben lernen

Das von Papst Benedikt XVI. angeregte und bereits am Donnerstag (11. Oktober) ausgerufene Jahr steht in der württembergischen Diözese unter dem Leitwort „Von Glaubenszeugen glauben lernen“. Den Impuls dafür gab ein Satz von Papst Paul VI. von 1975: „Der heutige Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Lehrer. Wenn er auf Gelehrte hört, dann, weil sie Zeugen sind." Der Beginn des Jahres des Glaubens trifft zusammen mit dem Gedenken an die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren.

Besonders hervorgehoben wird die Erinnerung an große Glaubenszeugen der Diözese. Dazu gehören der selige Pater Rupert Mayer, der Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll, der besonders im Raum Ellwangen verehrte Pater Philipp Jeningen und der von den Nationalsozialisten hingerichtete württembergische Staatspräsident Eugen Bolz. Als Diözesanpatron genießt auch der heilige Martin besondere Aufmerksamkeit. So führt die Diözesanwallfahrt vom 21. bis 25. Mai 2013 ins ungarische Szombathely, den Geburtsort des heiligen Mantelteilers. Vom 9. bis 12. Oktober 2013 veranstaltet die Akademie der Diözese in Weingarten einen Martinus-Kongress mit renommierten Fachleuten. Der Gottesmutter wird in besonderer Weise gedacht, stellte doch Bischof Sproll seine Diözese in der NS-Zeit unter ihren Schutz. Bildhaft zum Ausdruck kommt diese Verehrung am 25. November, wenn die Stuppacher Madonna von Grünewald nach Sanierung wieder an ihren fränkischen Platz kommt.

Uwe Renz