Von hellhörigen Ohren und von Frauenzimmern

Angeregt vom Satz „Wer Ohren hat, der höre“ aus der Johannes-Offenbarung lädt Groll (Jahrgang 1952) die Betrachter zum Sehtest ein, so der Kunstverein. In seinen Bildern kämen Liebe, Glaube, Dienen und Ausharren zur Sprache und auf den Prüfstand. „Wie viel Verlass ist auf unsere Sinnesorgane überhaupt?“, fragen Künstler und Ausstellungsmacher, die zu frischem Hinsehen ermuntern. Groll studierte in Karlsruhe bei Meistermann und Baselitz.

Brändles Bilder seien „keine Porträts, aber Frauenerscheinungen“, schreibt der Kunstverein, „Traumbilder, die bis ans Madonnen- und Engelhafte rühren“. Die Frauen zeigten sich abgeschottet, gesammelt, geheimnisvoll oder bedrohlich. Brändle studierte in Stuttgart bei Baumgartl, Bachmeier, Gäfgen und Michou. Sie lehrt am Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg.

Hinweis: Eröffnung der Ausstellung „Wer Ohren hat, der höre“ am Sonntag, 16. Juni, 17 Uhr in der Hochschule für Kirchenmusik, St. Meinrad-Weg 6, 72108 Rottenburg. Die Ausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags nach Vereinbarung. Sie endet am 3. August.
Die Ausstellung „Frauenzimmer“ mit Acrylgemälden von Susanne Brändle wird eröffnet am 21. Juni um 17.30 Uhr im Kloster Heiligkreuztal und endet am 7. September; täglich geöffnet.