Vor Ort und in der Weltkirche

In diesem Jahr sind es:


Giovanni Barragato (71) ist seit 1983 Zweiter Vorsitzender im Pastoralrat von Giengen/Brenz. Er hält dort die Gemeinschaft der italienischen Katholiken zusammen, motiviert sie und setzt sich für die Bildungsarbeit ein. Er machte sich einen guten Namen als Organisator von Festen und Freizeiten sowie als „Brückenperson“ zur deutschen Kirchengemeinde.

Herbert Barta (75) gehörte mehrere Jahrzehnte dem Kirchengemeinderat von Weil der Stadt an, begründete die Kolpingjugend und die Pfadfinder mit. Jahrzehntelang betreute er als bautechnisch interessierter und versierter Fachmann auch das Pfarrhaus und den Pfarrgarten. Mit Leidenschaft kümmert er sich um Feldkreuze, Bildstöcke und Predigtplätze in den Wäldern, schaffte beim Krippenbau mit und ist bekannt als kundiger Kirchen-, Kunst- und Stadtführer.

Hans Bertele (67) ist ein Mann der Feder. Als Archivar der Kirchengemeinde Mariabrunn sowie der bürgerlichen Gemeinde Eriskirch am Bodensee arbeitet er als Lektor, erstellte seit 1980 mehrere Kirchenführer, verfasste eine Beschreibung der neuen Orgel und eine Festschrift zum 250. Kirchweihjubiläum. Seit 1977 sitzt er im Dekanatsrat von Friedrichshafen. Von 1971 bis 1994 gehörte er dem Gemeinderat von Eriskirch an, war CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und Vize-Bürgermeister.

Klara Fastus (65) aus Ochsenhausen-Laubach widmet ihre Kraft dem kirchlichen Gemeindeleben. Seit mehr als 25 Jahren teilt sie die Kommunion aus, leitete 1987 den ersten Sonntags-Gottesdienst ohne Priester 1987 – inzwischen sind es über 80 solcher Feiern geworden. Sie singt im Kirchenchor, organisiert Ausflüge und Wallfahrten, führt Sternsinger- und Ministrantengruppen und gründete eine offene Frauengruppe. Gute Drähte hat Klara Fastus zur Weltkirche – über Gastpriester aus Polen, Indien oder Afrika, die sie während deren Einsätze in Ochsenhausen um- und versorgt.

Gisela Fischer (58) aus Tübingen ist seit über fünf Jahren für die Organisation der „Sonntagsküche im Schlatterhaus“ zuständig und bringt dafür mindestens 20 Stunden wöchentlich auf. Sie koordiniert die vier Kochgruppen mit jeweils 12 Mitarbeitern, hält Kontakt zu allen Spendern, fährt gespendete Lebensmittel ins Schlatterhaus und kocht selbst noch mindestens ein Mal im Monat für 100 Bedürftige.

Alfred Gebele (74) aus Bietigheim-Bissingen gehörte dem Dekanatsrat von 1991 bis 2010 an und war von 2001 bis zuletzt dessen Zweiter Vorsitzender. Als Kirchengemeinderat von St. Laurentius amtierte er von 1991 bis 2010, ab 1994 als Zweiter Vorsitzender. Ehrenamtlich trug er viel zur Pflege der Außenanlage bei, reparierte, und schaffte bei Gemeindefesten kräftig mit. Regelmäßig besucht der langjährige Kirchenchorsänger Kranke zu Hause und bringt ihnen die Kommunion. Bis 2006 engagierte er sich als ehrenamtlicher Notfallseelsorger des Dekanates.

Hans Heiler (72) engagiert sich als Wortgottesdienstleiter in Lauterbach bei Schramberg im Schwarzwald. Er gestaltet Marienandachten in Kirchen u. Altersheimen, gehört dem Liturgieausschuss an. Der ehemalige Küchenchef der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn ist Distriktvorsitzender der Franziskanischen Gemeinschaft Rottweil und engagiert sich in der Ausbildung junger Menschen. Heiler, der dem IHK-Prüfungsausschuss angehört, betreut mehrere Kochclubs.

Alfred Kreidler (58) ist ein Pfeiler der Kirchengemeinde von Horb-Grünmettstetten. Von 1976 bis 2010 gehörte er mit großer Leitungs- und Organisationskompetenz deren Kirchengemeinderat an. Er half Zeiten ohne Priester am Ort zu überbrücken und koordinierte die Kontakte mit örtlichen Institutionen. In seine Amtszeit als Zweiter Vorsitzender fielen von 1992 bis 1995 der Umbau des alten Schulhauses in das Gemeindezentrum St. Konrad, 1997 wurde der Kirchplatz umgestaltet, Von 1998 bis 2000 das Pfarrhaus renoviert, 2000 dann die Kirche und 2009 die Orgel. Kreidler gehört dem Vorstand der KAB Landvolkgruppe an und begründete die Arbeitsloseninitiative Freudenstadt mit.

Michelina Marzocco (52) aus Heidenheim gründete 1983 mit anderen jungen Frauen in der italienischen Gemeinde Aalen-Ostwürttemberg eine Frauengruppe und wurde 1995 zu deren Vorsitzender gewählt. Sie organisiert unter anderem Bildungstreffen und Ausflüge und bildete eine Gruppe mit deutschen Frauen, die Italienisch lernen wollten. Sonntags kümmert sie sich um die Liturgie, war Lektorin und Kommunionhelferin. Nach dem Weggang des italienischen Seelsorgers 2001 hielt sie die Gemeinde zusammen, bis ein neuer Priester kam. Marzocco ist Zweite Vorsitzende des Pastoralrats.

Theo Retzbach (88) ist ein Urgestein der Kirchengemeinde St. Johann in Bad Mergentheim. Seit 1938 ist er bei der Kolpingfamilie, verwaltet seit 38 Jahren deren Kasse und setzte sich als Kirchengemeinderat 20 Jahre unter anderem für Verwaltung und Soziales ein. Seit über 40 Jahren kocht er bei den Gemeindefesten, bei Kolping-Prunksitzungen oder bei Veranstaltungen der Hospitalverwaltung, des Kirchenchors oder des Walldürner Wallfahrtsvereins. Als Getränkewart des Gemeindehauses versorgte er alle - von der Krabbelgruppe bis zur Mutter-Kind-Gruppe.

Marie-Luise Rinn (60) gehörte von 1991 bis 2010 dem Kirchengemeinderat von Heiligkreuz in Hüttlingen im Ostalbkreis an, wo sie Missions-, Caritas- und Verwaltungsausschuss arbeitete. Sie vertiefte Kontakte zu den Missionsprojekten, betreute das Missionskonto, half seit 1985 bei der Sternsingeraktion und initiierte im Jahr 2000 den Gemeindebrief „Wo Liebe spricht verstummt das Leid“. Leidenschaftlich und mit vielfältigen Aktionen engagiert sie sich seit 1996 für Missionsprojekte in Indonesien und Afrika.

Wolfgang Sautter (74) aus St. Johann-Gächingen auf der Schwäbischen Alb gründete 2004 mit sieben weiteren Personen den „Förderkreis Hospiz Veronika“, den er bei zahlreichen Benefizveranstaltungen seither vertrat. Als Sautter aus seinem Amt schied, hatte der Verein, der Gäste und Mitarbeiter des Hospizes unterstützt, 246 Mitglieder. So übernimmt der e.V. Kosten für Supervisionen sowie Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter. Seit seinem Bestehen sammelte der Förderkreis 261 000 Euro für solche Zwecke.

Wilhelm Schuler (67) ist ein Macher in der Kirchengemeinde Heilig Geist in Markgröningen. So initiierte er 1997 die ökumenische Arbeitslosenberatung „Rat und Hilfe“ in Bietigheim-Bissingen und unterstützt die Arbeit der Betriebsseelsorge Ludwigsburg. Er gehört deren Leitungskreis an und gestaltet unter anderem Familienwochenenden. Bereits 1978 wurde Schuler, der dem Betriebsrat der Firma Mahle angehört, Mitglied der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB und gründete im selben Jahr eine Gruppe in Markgröningen, deren Vorsitzender er seither ist. Seit 2010 ist er Seniorenbeauftragter im Bezirksvorstand.

Hannelore Stehr (70) kann gut Kontakte und Netzwerke knüpfen. So gründete sie 1991 im oberschwäbischen Baindt den „Missionsfaden“. Dort treffen sich regelmäßig 15 bis 20 Frauen, die für die Mission häkeln, nähen und stricken. Von Beginn bis 2009 kamen so rund 2.000 Wolldecken, 600 Pullis, 7.000 Paar Socken und 200 Täuflingssocken zusammen. Verkauft wird die Ware beim Nikolaus- und beim Flohmarkt. Durch Frau Stehr hat die St. Johannes Baptist gute internationale Kontakte, etwa nach Brasilien, Mexico und Tansania und Bethlehem, wo unterschiedliche Projekte gefördert werden.

Hilde Weber (67) aus Stuttgart hat im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Vorstandsjubiläum im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gefeiert. Ihr Schwerpunkt liegt in der kaufmännischen Begleitung der Geschäftsführerin bei Einzelprojekten. Dazu gehören der Umbau und die Erweiterung der Mutter-Kind-Einrichtung Paulusstift zwischen 1999 und 2007. 1989 begann sie, regelmäßig für den Tagestreff für wohnungslose Frauen zu kochen und beriet im Betreuungsverein. Seit Jahren unterrichtet sie ehrenamtlich im Frauenberufszentrum langzeitarbeitslose Frauen in Mathe, Deutsch und Gemeinschaftskunde

Walter Weiß (78) aus Spaichingen richtet seinen Blick grenzüberschreitend nach Osten. Jahrzehntelang organisierte er vier Mal jährlich Hilfstransporte von Lebensmittel, Waschmittel bis hin zu ganzen Krankenhausausstattungen nach Polen, Ukraine, Kroatien, Rumänien und Weißrussland. Er erledigt das Zollamtliche und besorgte Kraftstoff. Mit Herzblut sorgt er für die Minsker Sängerknaben. Eigens mietete er in Spaichingen einen leerstehenden Supermarkt und richtete dort ein Lager unter anderem für Gebrauchtmöbel ein, die Spätaussiedlern oder Asylbewerbern als erste Ausstattung gegeben werden können.