Warum nicht Streitschlichter werden?

Sie trägt damit der Entwicklung Rechnung, dass sich soziales Lernen in den Schulen in den letzten Jahren einen zunehmend wichtigen Platz erobert hat. Gab es früher nur vereinzelt Projekte sozialen Engagements, so gehört es heute für eine Schule fast zum „Muss“, ein soziales Projekt ins eigene Schulprofil aufzunehmen.

Allerdings konstatieren die Herausgeber der Broschüre noch viel Unsicherheit im Hinblick auf inhaltliche Gestaltung, Organisation und Durchführung. Auch reduzieren sich die vielfältigen Möglichkeiten sozialer Projekte an Schulen häufig auf den klassischen Einsatz im Pflegeheim.

Die Handreichung will die Verantwortlichen an den Schulen dazu ermuntern, Projekte sozialen Engagements an allen Schulen und Schularten weiter auszubauen und deren Gewinn und Chancen zu nutzen. Darüber hinaus enthält es eine Reihe von Praxisbeispielen wie etwa ein Diakonisches Praktikum am Gymnasium Münsingen, ein Schülermentorenprogramm in Balingen, ein Patenprojekt in Tübingen oder das Eine-Welt-Projekt einer Schule in Bodelshausen bei Mössingen. Interviews mit Eltern, Lehrkräften, Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen sowie mit Schülerinnen und Schülern lassen die Erfahrungen lebendig werden, die bei der Durchführung sozialer Projekte gewonnen wurden. Die 16-jährige Daniela zum Beispiel hat an ihrer Rottenburger Schule an einer Streitschlichterausbildung teilgenommen und dabei sehr viel darüber gelernt, aufmerksam und mit Respekt mit anderen umzugehen.

Ein breit angelegtes, über sechs Klassenstufen reichendes „Sozialcurriculum“ an einer Rottenburger Realschule wird am Schluss der Handreichung vorgestellt. Die pädagogischen Schwerpunkte werden in jeweils einer Wochenstunde aufgegriffen. Es geht dabei etwa um eine „Primärprävention Sucht“ ebenso wie um Ausbildungsmodule für Streitschlichter, Schulsanitäter oder Schülermentoren, die mit einem Testat abgeschlossen werden. Erlebnispädagogische Elemente spielen ebenso eine Rolle wie Sozialpraktika, themenorientierte Elternabende oder Methodencurricula zu Lern- und Arbeitstechniken und Umgang mit Texten und Quellen.

Referat Schulpastoral, Diözese Rottenburg-Stuttgart (Hrsg.)
SOZIALES ENGAGEMENT AN SCHULEN. EINE HANDREICHUNG. 1.Aufl., Rottenburg 2008

Zu beziehen beim Buchdienst Jugendhaus St. Antonius, Antoniusstraße 3, 73249 Wernau, Tel.: 07153 3001-164, Fax: 07153 3001-621, E-Mail: buchdienst(at)bdkj-bja.drs.de

 

Schutzgebühr: 5,00 €