Wechsel in der Begleitung des Seelsorgepersonals

Erik Thouet (52) wird künftig als Bischöflicher Beauftragter für die Ausbildung der Bewerber für den Ständigen Diakonat zuständig sein und in dieser Aufgabe Godehard König (64) ablösen, der den Altersruhestand antritt.

Die Geistliche Begleitung der Diakone in ihrer Ausbildungszeit wird künftig Ulrich Körner (54) wahrnehmen. Diese Aufgabe hatte bislang Schwester Luitraud Günther (71) bekleidet, die weiter in der Einzelbegleitung von Diakonen tätig sein und, wie schon bisher, Exerzitien im Bildungshaus der Barmherzigen Schwestern in Untermarchtal geben wird. Auch in Riedlingen, wo sie seit kurzem in einem neu eröffneten Konvent der Untermarchtaler Vinzentinerinnen lebt, will sie verstärkt ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. Beide Aufgabenbereiche ressortieren in der Hauptabteilung „Ausbildung für Pastorale Berufe“ (I), deren Leitung bei Domkapitular Uwe Scharfenecker liegt. In der Hauptabteilung „Pastorales Personal" (V) unter der Leitung von Domkapitular Paul Hildebrand tritt Thomas Nixdorf (52) als Bischöflicher Beauftragter für die Ständigen Diakone im Haupt- und Zivilberuf die Nachfolge von Georg Lorleberg (57) an. Lorleberg wird künftig wieder mit vollem Dienstauftrag in den Gemeindedienst in Freudenstadt zurückkehren, den er während seiner Tätigkeit in der Begleitung der Diakone anteilig wahrnehmen konnte. Über den bisherigen Aufgabenkreis hinaus wird Thomas Nixdorf auch als Ansprechpartner für Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen, die in Krisensituationen geraten sind. Mechthild Berchtold (58) ist als Bischöfliche Beauftragte künftig für die Belange der Pastoralreferentinnen und –refenten der Diözese zuständig. Sie tritt in diesem Aufgabenbereich die Nachfolge von Lothar Schubert (55) an, der in die Stabsstelle „Entwicklung“ beim Generalvikar wechselt.

Erik Thouet wurde 1960 in Aachen geboren. Der Ehemann und Vater von fünf Kindern kam nach Jahren der Arbeit und Lebensgemeinschaft mit behinderten Menschen in Deutschland, Irland und Indien 1987 nach Ravensburg, wo er sich zum Heilerziehungspfleger ausbilden ließ und von 1992 bis 2008 Heimleiter der Schule für Behinderte und Sehbehinderte in Baindt (Kr. Ravensburg) war. Nach dem Studium der „Theologie im Fernkurs“ und der erforderlichen Ausbildungszeit wurde er 2003 zum Diakon geweiht und übte das Amt des Diakons im Zivilberuf bis 2008 in der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Baindt aus. Seit 2009 ist er mit einem halben Auftrag Geschäftsführer des Internationalen Diakonatszentrums (IDZ) in Rottenburg und mit weiteren 50 Prozent seines Dienstauftrags weiterhin Diakon in Baindt. Ehrenamtlich ist Erik Thouet seit Beginn der 1990er Jahre federführend beim Aufbau der Arche-Gemeinschaft in Ravensburg engagiert, die einem internationalen Netzwerk von Lebensgemeinschaften mit geistig behinderten Menschen angehört. Von 1999 bis 2007 war er Vorsitzender der Arche Deutschand e. V., von 2010 bis 2012 Mitglied des Internationalen Vorstands der Arche-Föderation, der 137 Gemeinschaften in 40 Ländern angehören.

Ulrich Körner wurde 1958 in Bergheim/Erft geboren, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern und einer Pflegetochter. Sein akademischer Ausbildungsweg qualifizierte ihn nach Schule und Abitur als diplomierten Absolventen in den Fächern Christliche Sozialwissenschaft und Sozialarbeit und Katholische Theologie. Von 1986 bis 2009 war er als Lehrer für Katholische Religion und Psychologie am Gymnasium St. Hildegard in Ulm tätig, zugleich als Beratungslehrer für das Oberschulamt Tübingen an Grundschule, Realschule und Gymnasium St. Hildegard und im Schulbezirk Ulm. Diakon im Zivilberuf ist Körner seit 2005 und übte diesen Dienst in der Seelsorge an der Schule der Franziskanerinnen von Bonlanden in Ulm und in der Gemeindeseelsorge in St. Pankratius und Dorothea in Rißtissen aus. Schwerpunkte waren dabei die geistliche Begleitung von Schülerinnen, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, aber auch Krisenintervention, Männerarbeit, Aufbau der Nachbarschaftshilfe und Aufgaben in Verkündigung und Liturgie. Seit September 2009 ist Körner hauptberuflicher Diakon in der Seelsorgeeinheit Laupheim und ist dort schwerpunktmäßig in der Gemeindediakonie, der Senioren-, Kranken- und Trauerndenpastoral sowie in der Geistlichen Begleitung tätig. Diese Aufgaben wird er auch künftig mit einem halben Stellenanteil wahrnehmen, zur anderen Hälfte steht er den angehenden Diakonen als Geistlicher Begleiter zur Verfügung.

Thomas Nixdorf wurde 1959 in Osnabrück geboren. Sein philosophisches und theologisches Studium absolvierte er in Frankfurt a. M. und in Münster/Westfalen. In Münster schloss er neben dem theologischen Diplom auch als Diplom-Psychologe ab. Als anschließend in Osnabrück diplomierter Ehe-, Familien- und Lebensberater leitete er die katholische Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Lörrach, um im Mai 2005 als Leiter der Fachstelle für Psychologische Beratung in Ehe-, Familien- und Lebensfragen in der Hauptabteilung Pastorale Konzeption der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu wechseln. Zusätzlich war er Fachreferent und Diözesanbeauftragter für die Telefonseelsorge. Seit März 2007 ist Nixdorf Fachreferent für Diakonische Pastoral in der Hauptabteilung Caritas, in die auch ein Teil seiner bisherigen Aufgaben übergegangen war. 2006 trat er die dreijährige berufsbegleitende Ausbildung zum Diakon an und wurde im Mai 2009 von Bischof Gebhard Fürst im Rottenburger Dom zum Diakon geweiht. Seit ist er als Diakon im Zivilberuf in der Rottenburger Domgemeinde tätig.

Mechthild Berchtold wurde 1953 in Landau/Pfalz geboren. Die Mutter von vier inzwischen erwachsenen Kindern war nach dem Studium der katholischen Theologie in Mainz und Tübingen im September 1987 in den Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart getreten, und zwar als Pastoralassistentin in der Reutlinger Kirchengemeinde Heilig Geist. In Reutlingen blieb sie auch nach der Beauftragung zur Pastoralreferentin durch Bischof Georg Moser im Jahr 1982 weiterhin tätig. Nach einer mehrjährigen Familienphase war sie zwischen 1989 und 1995 als Religionslehrerin an einer Grundschule in Dettingen bei Rottenburg tätig. Seit 1. April 1995 ist sie Leiterin des Theologischen Mentorats der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Tübingen. Zweimal – von 1996 bis 1998 und 2011 – wurde sie in den Vorstand der Konferenz der Mentoren und Ausbildungsleiter in den Diözesen Deutschland gewählt. Für diese Aufgabe hat sich Frau Berchtold durch eine Reihe von berufsbegleitenden Fortbildungen wie etwa einen Kurs in Gesprächsführung und Konfliktlösung, einen Zwei-Jahres-Kurs „Führen und Leiten“ oder einen Kurs über „Problembewerber und Bewerberprobleme“ qualifiziert – ein Rüstzeug, das ihr auch im neuen Tätigkeitsbereich gut zustatten kommen wird. Neben ihren beruflichen Verpflichtungen ist Mechthild Berchtold in vielfältiger Weise in der Kirchengemeinde ihres Wohnorts Hemmendorf ehrenamtlich engagiert. Seit April 2011 ist sie beratendes Mitglied in der Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Einen musischen Ausgleich findet die Violinspielerin als aktives Mitglied des Kammerorchesters Mössingen.