Wechsel in der Personalführung der Priester der Diözese

Zuständig für die Priester wird ab 15. August 2011 Wolfgang Kessler (43), seit April 2005 Diözesanjugendseelsorger für den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Leiter des Bischöflichen Jugendamts in Wernau. Er löst im neuen Aufgabenbereich Msgr. Heinrich-Maria Burkard (52) ab, der seit 1. Mai 2004 für die Priester in der Diözese zuständig ist und seinerseits im November ins Oberschwäbische geht - als Gemeindeseelsorger und als Leiter des Geistlichen Zentrums Heiligkreuztal in dem aus dem Mittelalter stammenden ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster. Msgr. Peter Schmid (69) schließlich, seit September 2002 in Heiligkreuztal, geht zum 1. Januar 2012 in den Altersruhestand. Er wird in den nächsten Jahren im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Sießen als Hausgeistlicher tätig sein.

**********

Wolfgang Kessler wurde im April 1967 in Hechingen geboren. Nach Schulzeit und Abitur in Rottenburg am Neckar studierte er zwischen 1986 und 1992 in Tübingen und Neapel katholische Theologie. Im März 1993 wurde er zum Diakon geweiht und erwarb erste Erfahrungen als Seelsorger im Diakonatsjahr in Fellbach. Nach der Priesterweihe im Juni 1994 in Schwäbisch Gmünd durch Bischof Walter Kasper war er zunächst zwei Jahre in Murrhardt, anschließend für weitere zwei Jahre an der Münstergemeinde Heilig Kreuz in Schwäbisch Gmünd als Vikar tätig. Von September 1998 bis März 2005 war Wolfgang Kessler Jugendpfarrer und Dekanatsjugendseelsorger für den BDKJ in Ulm und im Dekanatsverband Ehingen-Ulm. Seit April 2005 ist er als Diözesanjugendseelsorger im Team der Diözesanleitung BDKJ/BJA für die Leitung des Bischöflichen Jugendamtes in Wernau verantwortlich.

*************

Heinrich-Maria Burkard wurde im November 1958 in Rottweil geboren. In den Jahren von 1978 bis 1983 studierte er katholische Theologie in Tübingen und Rom. Am 17. Dezember 1983 wurde er zum Diakon und am 29. Juni 1985 in Schwäbisch Gmünd zum Priester geweiht. Seinen priesterlichen Dienst begann er in den Jahren 1985 bis 1987 als Vikar in Rechberghausen, Mariä Himmelfahrt. Von 1987 bis 1989 war er Vikar in Schwenningen, St. Franziskus. Von 1989 bis 1997 war Heinrich-Maria Burkard Pfarrer in den Starzacher Teilgemeinden Bierlingen, Felldorf, Wachendorf und Börstingen (Kr. Tübingen). In dieser Zeit hatte er von 1994 bis 1997 auch das Amt des stellvertretenden Dekans des Dekanates Rottenburg inne, bevor er 1997 zum Spiritual am Theologenkonvikt Wilhelmsstift in Tübingen ernannt wurde. Seit 1. Mai 2004 ist Heinrich-Maria Burkard Referent für die Personalführung der Priester (Hauptabteilung Pastorales Personal) und bekleidet seit dieser Zeit das Amt des Dompräbendars der Dompräbende St. Meinrad zu Rottenburg und nimmt in dieser Funktion seelsorgerliche und liturgische Aufgaben an der Bischofskirche wahr. Im Mai 2009 hat ihm Papst Benedikt XVI. den Titel eines Päpstlichen Ehrenkaplans im Rang eines Monsignore verliehen.

**********

Peter Schmid wurde im Mai 1942 in Friedrichshafen geboren und ist in Ingoldingen (Kr. Biberach) aufgewachsen. Nach dem Abitur in Saulgau im Jahr 1962 nahm er zunächst ein Pädagogik-Studium an der Pädagogischen Hochschule Weingarten auf und war anschließend Lehrer an der Gehörlosenschule Schramberg-Heiligenbronn. Von 1968 bis 1972 studierte Peter Schmid in Tübingen und München katholische Theologie und absolvierte gleichzeitig eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher. Nach einer Tätigkeit als Präfekt am Ellwanger Collegium Borromaeum wurde er im Dezember 1974 zum Diakon geweiht und erwarb im anschließenden Diakonatsjahr in Stuttgart-Weilimdorf Erfahrungen als Seelsorger. Im April 1976 wurde er in der Basilika von Weingarten von Bischof Georg Moser zum Priester geweiht und war anschließend als Vikar in Westerheim und in der Ulmer Pfarrei St. Elisabeth tätig, Von 1977 bis 1984 war Schmid Repetent und Subregens am Priesterseminar der Diözese in Rottenburg und 1984 bis 1995 Superior der Franziskanerinnen von Heiligenbronn (Schramberg) sowie Gemeindepfarrer (Administrator) der Pfarrei St. Gallus in Heiligenbronn. 1995 wechselte Peter Schmid nach Rottenburg und war zunächst als Geistlicher Begleiter der Pastoralassistentinnen und –assistenten tätig. Im Februar 1996 ernannte ihn Bischof Walter Kasper dann zum Domkapitular und Leiter der Hauptabteilung Schulen. Im Jahr 2002 ging Schmid schließlich als Leiter des Geistlichen Zentrums, als Geistlicher Beirat der Stefanusgemeinschaft und als Administrator der Kirchengemeinde St. Anna nach Heiligkreuztal. Im Jahr 1991 war ihm von Papst Johannes Paul II. der Titel eines Päpstlichen Ehrenkaplans im Rang eines Monsignore verliehen worden.

Dr. Thomas Broch