Weggemeinschaft mit klarem Auftrag: Aufstehen für das Leben

Bischof Fürst wies auf die Heiligen Jakobus und Martin von Tours hin; letzterer ist Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Biberacher Simultankirche. Beide seien große Gestalten der Glaubenstradition. Sie machten auf unterschiedliche Art deutlich, dass das Pilgern nicht einfach eine Bewegung ohne Inhalt und Ziel sei. Christen seien unterwegs in der Nachfolge Christi. Sie haben nach den Worten des Bischofs „einen Auftrag, und unser Weg hat ein klares Ziel: das Aufstehen für das Leben der anderen, das Eintreten für die Menschenwürde derer, die am Rande der Gesellschaft stehen“. Dieses Aufstehen für das Leben, so Bischof Fürst, erstrecke sich auf alle Bereiche des menschlichen Lebens von seinem Anfang bis zu seinem Ende, „von den embryonalen Menschen, die zu medizinischen Tests verzweckt, missbraucht und dann getötet werden, über die Armen und Vereinsamten bis hin zu den Kranken, den Sterbenden, ja und auch den Toten“.

Dieser Einsatz für die Menschen gibt nach den Worten des Bischofs ein glaubwürdiges Zeugnis von der Kraft des Glaubens. Die Menschen benötigten „wie nie zuvor angesichts der Orientierungslosigkeit das Zeugnis des gelebten Glaubens, angesichts allgemeiner Mutlosigkeit die Sprengkraft unserer Hoffnung und angesichts sinkender sozialer Temperaturen die Wärme unserer liebenden Nähe“, sagte Bischof Fürst. „Dienst und Dienstbereitschaft, stellvertretende Liebe und teilnehmendes Mitleidenkönnen“ seien „Erkennungszeichen der Jüngergemeinde Jesu“.