Wegmarken in der Spur St. Martins

Rottenburg. 9. Juni 2014. Gusseiserne Tafeln an Kirchen auf dem Martinsweg durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart weisen künftig auf den Diözesanpatron und heiligen Mantelteiler hin. Am Pfingstmontag brachte Bischof Gebhard Fürst am Rottenburger Dom St. Martin die erste von insgesamt 100 Tafeln mit der Aufschrift„via sancti martini“ an. Vertreter von Kirchengemeinden am Martinsweg waren eingeladen und nahmen ihre Martinstafeln in Empfang. Initiator der Aktion ist die Martinusgemeinschaft Rottenburg-Stuttgart e.V.

Seit 2012 durchzieht der Martinsweg die Diözese auf 1.200 Kilometern. Die Martinusgemeinschaft hat sich zur Aufgabe gemacht, den Pilgerweg zu Ehren des hl. Martin zu pflegen und beleben. Die Gusstafeln, die an katholischen und evangelischen Martinskirchen am Weg montiert werden, erinnern an die religiöse Dimension des Pilgerweges und verbinden ihn mit dem europäischen Wegenetz via sancti martini. Der europäische Weg zieht Linien von der Geburtsstadt Sankt Martins, Szombathely in Ungarn, zur Grablege des Heiligen im französischen Tours.

In der württembergischen Diözese verläuft ein Hauptweg von Thannheim bei Biberach nach Schwaigern bei Heilbronn. Er verbindet Kirchen mit Martinuspatrozinium konfessionsübergreifend. Vier Regionalwege zielen auf den Hauptweg. Bereits jetzt informieren Schilder an rund 80 öffentlichen Gebäuden und Kirchen über die Idee des Pilgerweges und dessen Verlauf.Der Europarat nahm den Martinusweg 2005 in die Liste der Kulturwege auf. Bischof Fürst griff diese Idee für die Diözese Rottenburg-Stuttgart auf.

Hinweis: www.martinuswege.de

Uwe Renz