Weihbischof Kreidler ruft zur Solidarität mit HIV-Infizierten auf

Johannes Kreidler in Aalen. Das Motto des Monats der Weltmission sei ein Gegenentwurf zu der heute sehr gefährdeten und zerbrechlichen Solidarität unter Menschen. Insbesondere in Zeiten, in denen das „Rette sich, wer kann“ zum Schlagwort werde, sei es Aufgabe der Christen, durch die Art wie sie lebten Zeugnis ihres Glaubens zu geben.

Der Weihbischof rief gemäß dem Anliegen der diesjährigen Missio-Aktion dazu auf, den Blick auf Menschen, die HIV-positiv sind oder an Aids leiden, zu lenken. Achtsame Menschen seien füreinander die beste Prävention und Medizin. „Wer wirklich sieht, schaut hin und nicht weg“, sagte Kreidler. Gerade, wenn es um die Krankheit Aids gehe, beinhalte Heil mehr als konkrete Heilung. „Wirklich heillos wird die Welt erst dort, wo Trost in Form eines stützenden Miteinanders fehlt“, so der Weihbischof. Ein belastbares Netz von Solidarität könne Heil erfahrbar machen, wenn der nicht zu beschönigende Schmerz und Verzweiflung aufgefangen und getragen würden.

"Ich lasse Dich nicht fallen und verlasse Dich nicht!" lautet das Motto des Monats der Weltmission, der mit dem Festgottesdienst in der Salvatorkirche in Aalen eröffnet wurde. Damit möchte missio auf die von HIV und Aids betroffenen Menschen in Ostafrika aufmerksam machen. Täglich sterben 8.000 Menschen an Aids. Millionen Waisenkinder bleiben zurück. Kein Kontinent ist von der Pandemie so schwer gezeichnet wie Afrika.
Anlässlich der Monats finden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zahlreiche Veranstaltungen statt. Bereits in Vorfeld der diözesanen Eröffnung machte der missio-Aids-Truck Station im Ostalbkreis. Zahlreichen Solidaritätswallfahrten machen die Katholiken der Diözese auf die Situation der Menschen in Afrika aufmerksam. Zudem ist der Generalsekretär der malawischen Bischofskonferenz, Father Joseph Mpinganjira, in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu Gast und informiert über die Arbeit der Aids-Pastoral in Ostafrika.
Die Spenden und die Kollekte am Sonntag der Weltmission, dem 22. Oktober, kommen den ärmsten Diözesen der Weltkirche zugute.