Weihnachten – Gottes Antwort auf das Gefühl der Verlorenheit

Nach den Worten des Weihbischofs ist das heutige Lebensgefühl oft geprägt von der Angst, dass das Leben ohne Bedeutung sein könnte. „Unsere Welt, die uns Heimat sein soll, ist dabei, uns fremd und feindlich zu werden.“ Die Industriegesellschaft enge den natürlichen Lebensraum immer mehr ein. Das menschliche Leben – insbesondere an seinem Beginn – werde für „tausenderlei Zwecke“ manipuliert, und Gewalt und Terror entladen sich an vielen Orten der Welt, so Kreidler in seiner Predigt.

„Auf dieses Gefühl der Verlorenheit will das Weihnachtsfest eine Antwort geben“, sagte der Weihbischof. Der christliche Glaube sei nicht Wahrnehmungsvermeidung, sondern setze sich allen Dimensionen der Wirklichkeit aus. Mit der Geburt Jesu Christi habe sich Gott selbst weit hinausgeneigt. Weihnachten sei ein Ausdruck dafür, dass das Licht der Liebe und der Herrlichkeit Gottes stärker sei. Kreidler bezeichnete die Menschwerdung Gottes als Trost. Gott kenne in Jesus Christus alle Dimensionen des menschlichen Daseins. „An seiner Erfahrung gibt er uns Anteil an seinem ewigen und lichtvollen Dasein“, so Weihbischof Johannes Kreidler.